Steinkohle und Eiszeit prägten die Landschaft

Die Landschaft des Dortmunder Südens wurde durch die Entstehung der Steinkohlengebirge vor 300 Millionen Jahren und durch die Eiszeit vor 12.000 Jahren geprägt.
Der heutige Dortmunder Süden gehört landschaftlich zur Ardeygebirge im östlichen Ruhrgebiet. Im Süden wird das Gebiet durch die Ruhr, im Norden vom Emschertal begrenzt. Weiter in Richtung Dortmund Stadtmitte folgt der so genannte Dortmunder Rücken. Auf diesem Hügel befinden sich die Westfalenhalle, das Westfalenstadion und der Westfalenpark.  

Bild: Lücklemberger Landschaft: Blick auf das Lemberger Feld, das Schondelletal bis zu den Höhen des Ardeygebirges im Hintergrund.  

Geröll überdeckt die Waldmoore
Nördlich der Dortmunder Innenstadt beginnt bereits die norddeutsche Tiefebene mit dem Münsterland. Die Grundform der Landschaft bildete die Steinkohlenzeit. Im Süden verlief die Kohlengrenze zwischen einem gewaltigen Gebirge und einer riesigen Mulde, die sich bis in die heutige Nordsee erstreckt. In vielen Millionen Jahren füllte das Geröll des Gebirges die Mulde langsam zu. Dabei wurden mehr als hundert Mal die hier befindlichen Waldmoore mit ihren riesigen Bäumen überdeckt. Aus dem Holz dieser Wälder entstanden die Kohlenflöze. Das herunter geschwemmte Geröll verfestigte sich im Laufe der Jahrmillionen zu Sandstein und Schieferton. Diese Erdschichten wurden am Ende der Steinkohlenzeit durch den starken Druck im Erdinnern mehrfach gefaltet.  
Ardeygebirge war über 1000 Meter hoch
Im Dortmunder Süden erreichte das Steinkohlengebirge eine Höhe vom 1000 Metern. Wind und Wetter trugen dieses Gebirge wieder ab. Das heutige Ardeygebirge ist nur noch ein winziger Rest. In der Nähe der Hohensyburg ist das Gebirge nur noch 254 Meter hoch. Dortmunds höchste Erhebung. Ein weiteres wichtiges Ereignis für die Landschaft es Dortmunder Südens ist die Eiszeit. Vor 600 000 Jahren schob sich das Eis von Norden in Richtung Süden. Das gesamte Norddeutschland wurde vom Eis bedeckt Die Gletscher stießen bis in den Dortmunder Süden. Das Ardeygebirge stoppte die kalte Fracht. Unvorstellbare Mengen von Geröll aus Skandinavien und Sand aus der Ostsee wurden hierher befördert.  
Als sich schließlich das Klima wieder verbesserte wurde die Eisdecke abgeschmolzen. Ganz Norddeutschland glich einer Sand- und Geröllwüste ohne Baum und Strauch. Gewaltige Stürme konnten ungehindert darüber hinwegbrausen. Die leichten Staubteilchen wurden hochgewirbelt und lagerten sich an den Hängen der Mittelgebirge ab. So wurde auch das Ardeygebirge mit einer viele Meter dicken tonig-kalkigen Schicht bedeckt. Das ist der Löß, ein sehr fruchtbarer Boden. Durch die vorherrschenden Winde aus Westen wurde der Löß im Ardeygebirge abgetragen und lagerte  sich  dann in  der Soester Börde ab. Auch durch Regen wurde die fruchtbare Schicht abgeschwemmt. An vielen Stellen tritt deshalb das Grundgestein aus der Steinkohlenzeit wieder zutage.  
Besiedlung schon in der Steinzeit
Wann das Ardeygebirge besiedelt wurde, ist unklar. Vor einer regelrechten Seßhaftmachung durch Kelten und Germanen müssen aber bereits Menschen hier gelebt haben. Beweis dafür ist ein Beil aus Feuerstein aus der Steinzeit. Es wurde 1938 im Rombergpark gefunden. Auf eine frühe Besiedlung des gesamten Dortmunder Raums läßt der Hellweg als wichtigste West-Ost-Verbindung schließen. Germanen sind um Christi Geburt eingewandert. Erst durch Karl dem Großen begann schließlich die Geschichtsschreibung. Lücklemberg wurde erstmals um 1250 erwähnt.  

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