WR / WAZ vom 22 November 2006

SPD glaubt nicht an Agenturlösung

Die Post soll die Schließung dieser Filiale überdenken. (HTS)

Die Post soll die Schließung dieser Filiale überdenken. (HTS)

Im Süden. "Die Kirchhörder Post muss erhalten bleiben!" Das ist die unmissverständliche Forderung der SPD-Ortsvereine Bittermark, Kirchhörde-Löttringhausen und Lücklemberg.

Die beabsichtigte Schließung der Postfiliale in Kirchhörde werde sich negativ auf die Versorgung und Lebensqualität der Bevölkerung in den Ortsteilen Bittermark, Kirchhörde, Löttringhausen und Lücklemberg auswirken. Davon sind die SPD-Ortsvereine in den betroffenen Stadtteilen überzeugt. "Die Postfiliale in Kirchhörde wird von vielen ansässigen Bürgern genutzt, darunter auch gerade viele ältere Menschen. Schließt die einzige Postfiliale in diesen Stadtteilen, bliebe den 18 000 Bürgern in diesem Gebiet nur der Weg nach Hombruch, um die Dienstleistungen der Deutschen Post in Anspruch nehmen zu können."

Gerade für Menschen ohne Auto bedeute dies eine übermäßige Belastung. Auch die starke Auslastung der Postfiliale in Kirchhörde widerspreche der beabsichtigten Schließung. Der von der Deutschen Post favorisierten Lösung einer Post-Agentur stehen die Sozialdemokraten skeptisch gegenüber. Eine Postagentur könne eine Postfiliale nicht gleichwertig ersetzen. Eine Agentur biete nur einen eingeschränkten Service im Vergleich zu vorher. Den Optimismus der Deutschen Post, ansässige Geschäfte für die Übernahme einer Postagentur zu gewinnen, teilen die SPD-Ortsvereine nicht. Die vorhandene Struktur des ansässigen Einzelhandels lasse eine solche Lösung als eher unrealistisch erscheinen.

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