WAZ / WR vom 29. September 2005
Verkehrschaos und Parkplatznot
Parkplatznot: Praxis-Mitarbeiter Volker Eggenstein und Ulrike Zimmer wollen ihre Autos im Kleinen Floraweg abstellen. (ACo)

Kirchhörde. (sam) Fakten schaffen, Vorgaben machen, das Übel bei der Wurzel packen. Nicht zum ersten Mal gab die Hombrucher Bezirksvertretung beim gestrigen Ortstermin am neuralgischen Einkaufsknotenpunkt Kirchhörder Berg ihr Ziel vor: die chaotische Verkehrssituation rund um das Einkaufszentrum in den Griff zu kriegen.
16 Punkte standen auf der Liste von Bezirksvorsteher Klaus-Ulrich Steinmann. Die Parksituation tauchte da ganz oben auf. Für zusätzliche Stellflächen fehlt der Raum, schwierige Wendemanöver vor dem Edeka-Markt nerven Fußgänger und Autofahrer. Vertreter von Verwaltung, Polizei, Stadtwerken sowie vom Ordnungs- und Tiefbauamt hatten trotzdem ein paar Lösungen im Gepäck:
Litfaßsäule und Telefonzelle sollen einer Parkplatz-Ausfahrt Platz machen.

  • Das eingeschränkte Halteverbot wird von der Hausnummer 12 bis 10 verlängert, die Fahrbahn dort zusätzlich mit Zick-Zack-Markierungen versehen.

  • Das rechtwinklige Parken vor dem Haus-Nr. 12 soll unterbunden werden, weil die Fahrzeuge den Bürgersteig mit in Beschlag nehmen.

  • Die Haltestelle an der Hagener Straße in Fahrtrichtung Brünninghausen wird voraussichtlich im Frühjahr 2006 als Buskap ausgebaut.

  • An der Fußgängerampel auf der Hagener Straße in Richtung Schanze soll vor der Einmündung Kirchhörder Berg ein Halte-Balken auf der Fahrbahn Linksabbiegern bessere Auffahrmöglichkeiten geben.

    Ordnungshüter und Verwaltung lehnen eine direkte Auffahrt vom Edeka-Parkplatz zur Hagener Straße energisch ab. "Dann schaffen wir uns einen Unfallschwerpunkt, wie im Bereich des Hellweg-Baumarktes am Straßenende", winkte Ralf Leiding vom Ordnungsamt ab.

    Parkplatzsorgen haben auch die Mitarbeiter der Zahnarztpraxis an der Kirchhörder Straße 71. Poller im Bereich des dortigen Rewe-Marktes haben die Parkfläche zugunsten der Passanten reduziert, im benachbarten Kleinen Floraweg hagelt es Knöllchen. Der Vorschlag von Gerd Alda (SPD-Fraktion), die Stellplätze auf dem Parkplatz am 300 Meter weit entfernten Wohnstift Augustinum zu nutzen, stieß auf Interesse. Ebenso die Idee, den unbefestigten Seitenstreifen am Kleinen Floraweg als Parkfläche auszubauen.

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