WAZ / WR vom 25. Mai 2005

1000 Unterschriften für 7 Parkplätze

Vor der BV-Sitzung: Monika Peter (Mitte), Kaufleute von der Kirchhörder Straße und ein Paket mit 1000 Unterschriften.(SB)

Lücklemberg. (.mpm.) Über 1 000 Unterschriften für den Erhalt von sieben Parkplätzen: Dieses Paket hat so viel Gewicht, dass es wohl beim Ist-Zustand an der Kirchhörder Straße bleibt. Das heißt im Klartext: Die vorhandenen Parkplätze vor Rewe Peter rührt niemand an, weil sonst die Existenz des Ladens gefährdet wäre.

Die SPD bezog gestern in der Sitzung der BV Hombruch eindeutig Position: "Es fällt kein Parkplatz weg", versicherte Bezirksvorsteher Ulrich Steinmann den anwesenden Einzelhändlern und ihrer Sprecherin Monika Peter.
Fraktionsvorsitzender Gerd Alda deutete an, dass die SPD bereits einen Konsens in der Sache mit den Grünen erzielt habe. Somit ist die erforderliche Stimmen-Mehrheit gegeben. Entschieden wird darüber aber erst in der Juli-Sitzung - nach einer zweiten Einwohnerversammlung. Was passiert, wenn Monika Peter zu Gunsten eines durchgängigen Radfahrweges noch drei weitere Parkplätze vor ihrem kleinen Laden einbüßt, machte Andreas Peppel vom Einzelhandelsverband Westfalen-Mitte deutlich. "Das wäre das Ende der Nahversorgung in Lücklemberg." Peppel erschien gut vorbereitet mit dem "Masterplan Einzelhandel" zur BV-Sitzung. "Verschwindet der Rewe-Laden, haben wir genauso so einen weißen Fleck auf der Karte wie in Hacheney."

Monika Peter betreibt ihren kleinen Laden seit 37 Jahren. "Als die Mittelinsel angelegt wurde, habe ich schon vier Parkplätze opfern müssen", rief sie den anwesenden Politikern in Erinnerung. Drei Parkplätze verschwanden auf der gegenüber liegenden Seite vor dem Blumenladen von Christina Franke. Und was hat die Mittelinsel gebracht? "Ohne zusätzliche 30 km/h gar nichts", sagt Monika Peter. Ältere Leute kämen immer noch nicht über die Straße, weil die Autos mit unverminderter Geschwindigkeit die Insel passieren.

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