WR / WAZ vom 3. Januar 2007

1500 Unterschriften für Post-Erhalt

Soll schließen: Die Post-Filiale in Kirchhörde. (kh/SHT)

Soll schließen: Die Post-Filiale in Kirchhörde. (kh/SHT)

Kirchhörde. Als ersten Erfolg des breiten gesellschaftlichen Protestes gegen die Schließung der Postfiliale in Kirchhörde, werten die SPD-Ortsvereine Bittermark, Brünninghausen, Kirchhörde-Löttringhausen, und Lücklemberg die Garantie der Deutschen Post AG, neben dem Erhalt der postalischen Leistungen, auch die Postbankgeschäfte und die Schließfächer in Kirchhörde weiterhin anzubieten.

Offenbar sei die Deutsche Post von dem Protest und Engagement aus der Bürgerschaft doch überrascht worden, glaubt SPD-Bezirksvertreter Michael C. Meurer. So hatten bis Freitag, 30. Dezember, 1500 Bürger für den Erhalt der Postfiliale in Kirchhörde unterschrieben. Die Unterschriften werden in der nächsten Woche der Post übergeben.

Nachfragen der SPD vor Ort ergaben zudem, dass kein Geschäft bereit sei eine Postagentur zu übernehmen. Auch innerhalb der Kirchhörder Geschäfte formiere sich der Widerstand gegen die Umwandlung der Postfiliale in eine Agentur. Viele Geschäfte befürchten durch die Einrichtung einer Postagentur finanzielle Nachteile. In diesem Zusammenhang laden die lokalen SPD-Ortsvereine die Gewerbetreibenden aus Kirchhörde und Vertreter der Deutschen Post AG zu einer Diskussionsrunde am 8. Januar ein.

Einig sind sich die SPD-Politiker darin, dass diese Ausgangssituation für die Post nur folgende Möglichkeit offen lasse, die sich auch betriebswirtschaftlich rechne: Die Deutsche Post müsse die Filiale in Kirchhörde nicht nur mit allen bisherigen Dienstleistungen auf Dauer erhalten. Vielmehr fordern die Sozialdemokraten, den Poststandort in Kirchhörde aufgrund seiner regionalen und überregionalen Bedeutung für Privat- und Geschäftskunden den wirtschaftlichen Erfordernissen entsprechend auszubauen und damit dem steigenden Bedarf anzupassen. Damit wäre dann die Kuh nicht nur endgültig vom Eis, sondern die Postkunden müssten in Kirchhörde auch nicht mehr vor der Post warten, weil der Andrang wie fast jeden Tag zu groß sei.

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