WR / WAZ vom 1. Dezember 2006

1000 Unterschriften angepeilt

Die SPD macht mobil gegen die Schließung: Vor der Postfiliale in Kirchhörde trugen sich erboste Kunden in eine Liste ein. (kh)

Die SPD macht mobil gegen die Schließung: Vor der Postfiliale in Kirchhörde trugen sich erboste Kunden in eine Liste ein. (kh)

Kirchhörde. (kroe) Der Erfolg gab den Initiatoren Recht: 160 Unterschriften in nur einer Stunde kamen in Kirchhörde für den Erhalt der Postfiliale zusammen. "Allein 130 davon von Postkunden", weiß Michael Meurer.

Der örtliche SPD-Vorsitzende hatte gemeinsam mit Ratsvertreterin Ingrid Krämer-Knorr und den umliegenden Ortsvereinen die Aktion ins Leben gerufen. 1000 Unterschriften für eine Post sind das Ziel, zwei Wochen geben sich die Akteure Zeit, dies zu erreichen. "Eine Postfiliale, die innerhalb einer Stunde 130 Kunden hat, kann nicht unwirtschaftlich arbeiten", zieht Meurer nach dem ersten Aktionstag in Kirchhörde vor den Türen der bedrohten Filiale Bilanz. Nach vielen Gesprächen vor Ort hat die SPD ein weiteres Problem ausgemacht: Viele Rentner holen noch immer ihre Rente direkt bei der Post ab. Agenturen seien aber nicht für so hohe Auszahlungen autorisiert.

Deshalb will die SPD auch in den umliegenden Ortsteilen Brünninghausen, Lücklemberg und Bittermark den Druck für den Erhalt der Filiale Kirchhörde erhöhen. Einen Vertreter der Post will auch die Bezirksvertretung in ihre Januar-Sitzung einladen. Ein Antrag von SPD und Grünen zum Erhalt der Filiale wurde angenommen. Nun soll das Unternehmen Rede und Antwort stehen.

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