WAZ / WR vom 16. März 2005
Islam-Abend verlief sehr turbulent

Lücklemberg. (dw) Einen turbulenten Verlauf nahm der "Islam-Abend" der vier SPD-Ortsvereine im Wahlbezirk 31 im voll besetzten AWO-Zentrum Lücklemberg.

Versammlungsleiter Michael C. Meurer musste angesichts häufiger Zwischenrufe mehrmals eingreifen. Das eigentliche Thema, Integration der Muslime in die deutsche Gesellschaft, kam zu kurz. Referent Dr. Raschid Bockemühl, bis zur Pensionierung in der Dortmunder Wirtschaftsförderung tätig, seit zwölf Jahren Muslim, musste mehr allgemeine Fragen zum Islam beantworten. Bockemühl erklärte, dass Gewalt oder Mord vom Islam nicht geduldet werden. Integration sei erst dann möglich, wenn es an unseren Schulen islamischen Religionsunterricht gebe. "Das ist jedoch ein schwieriger Weg", so der Referent. Die so genannten Koranschulen seien kein Ersatz und keine Grundlage für die Integration, die von den meisten Muslimen angestrebt werde. Er bedauerte, dass die 42 000 Muslime in Dortmund nicht so organisiert seien wie die christlichen Kirchen oder das Judentum. Die Zersplitterung in Verbände stehe einer Integration im Wege.

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