WR / WAZ vom 20. Dezember 2006

Ortstermin am Kopf Heideblick /
Heiduferweg (ACo)

Schutz für Schulkinder ausgeweitet

 

Lücklemberg. (jum) Jeden Morgen bevölkern zahlreiche Kinder den schmalen Heiduferweg und laufen zur Schule. Eine heikle Verkehrssituation ist jetzt etwas entschärft worden.

Die kleinen Fußgänger drängeln sich auf dem Pfad, den weiße Pöller begrenzen. Oben, an der Kreuzung zum Heideblick, steht eine kleine Ansammlung. Pkw-Fahrer geben Obacht, danach habe es freie Fahrt auf beiden Straßen geheißen. Und die Anwohner versichern: Nur wenige beachten die Tempo 30-Vorgabe. Darum reihen sich nun grüne Bügel auf der rechten Seite des Heiduferweges aneinander, an der Kreuzung steht eine rot-weiße Leitbarke, aus dem Pfad ist ein Weg entstanden. Manchen Anwohnern reicht das nicht aus, sie wünschen sich weitere Maßnahmen, nachdem eine Anliegerstraße unmöglich ist: "Das ist politisch nicht durchsetzbar", sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Michael Meurer, "dann wollen nämlich alle eine." Christiane LaLampartier hat eine ungewöhnliche Idee: "Man könnte doch auf dem Heideblick Bauminseln anlegen, mit finanzieller Unterstützung der Anlieger."

Das Tiefbauamt will zunächst eine Analyse des Verkehrsaufkommens durchführen. "Erst dann können wir überlegen, was zu tun ist", sagt Volker Brockmeier. Eine Absage erteilt er einem Zebrastreifen: "Erfahrungen - auch von der Polizei - zeigen, dass Grundschüler bei einem Streifen einfach auf die Straße rennen, ohne auf die Autos zu achten." Meurer ist skeptisch, ob weitere Maßnahmen von der Bezirksvertretung abgesegnet werden, nachdem erste Stichproben gezeigt haben, dass sich die Mehrheit der Raser auf Tempo 30 besinnen.

19.12.2006   

Weitere Maßnahmen

ZUR SACHE

·  Im November wiesen über 30 Anlieger auf die Situation hin.
·  Daraufhin wurden grüne Bügel und die Leitbarke installiert, denen nun kleine Verbesserungen folgen sollen.
·  Volker Brockmeier vom Tiefbauamt will ausnahmsweise ein Warnschild aufstellen lassen, wie es an Schulen oder Kindergärten zu finden ist.
·  Wo der Heideblick die Schondellenstraße und Am Kramberg trifft, sollen weiße, gestrichelte Linien auf die Vorfahrtsregeln aufmerksam machen.
·  Auch die Parkgewohnheiten müssten sich ändern, fordern Anwohner. Würde nicht mehr der Bürgersteigt mitbenutzt, wäre der Heideblick schmaler und könnte nicht so schnell befahren werden.

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