WAZ vom 17. Mai 2001

Keine Verkehrsberuhigung geplant
Heiduferweg: Stadt setzt auf "Null-Lösung"
Lücklemberg. (sam) Auf eine "Null-Lösung" statt Verkehrsberuhigung setzt das Tiefbauamt am Heiduferweg in Lücklemberg.

Weil die Hombrucher Bezirksvertretung bisher keinen Beschluss über entsprechende Maßnahmen gefällt habe, plant die Verwaltung nach dem Abschluss der Kanalbauarbeiten keine verkehrsberuhigenden Maßnahmen für die Verbindung zwischen Heideblick und Olpketalstraße.
So lautet die Antwort auf eine Anfrage des Gremiums, in der sich die CDU-Fraktion im März nach dem Planungsstand erkundigte. "Wir wollten doch erst einmal nur nachfragen", wunderte sich Bezirksvorsteher Hans Semmler über die Argumentation der Stadt. 
schon im August, kurz nach Abschluss der umfangreichen Kanalbauarbeiten, machte sich die Bezirksvertretung für ein Gesamtpaket zur Verkehrsberuhigung stark: Um den Schleichverkehr durch den Heideuferweg zur Olpketalstraße auszubremsen, forderten die Christdemokraten, Aufpflasterungen und 30-km/h-Piktogramme.
In ihrer Stellungnahme, mit der sich die BV in der Sitzung am nächsten Dienstag (22:) befassen wird, pocht das Tiefbauamt lediglich auf eine Verbesserung des Fußgängerverkehrs. Der Heiduferweg weise Fahrbahnquerschnitte und eine Linienführung auf, "die dem verantwortungsvollen Fahrzeugführer unzweifelhaft deutlich machen, dass hier langsamere Geschwindigkeiten als 50 km/h angemessen sind. Insbesondere bei Begegnungsverkehr muss die Geschwindigkeit deutlich verringert werden, um Frontal-Zusammenstöße zu vermeiden", heißt es in dem Schreiben. 
In Anbetracht der "unzureichenden Fußwegsituation" erscheine eine Verlängerung des westlichen Gehweges bis zum Verbindungsweg "Rählwiese" sinnvoller als verkehrsberuhigende Maßnahmen, so das Tiefbauamt.

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