WR / WAZ vom 6. November 2006
Bürger schimpfen über "katastrophalen Verkehr" und treffen sich mit der SPD zur Krisensitzung

Heideblick-Anwohner sauer: "Hier wird nur noch gerast"

Lücklemberg. Von Bernd Peters Freitag, 18 Uhr in Lücklemberg. Es regnet Bindfäden. Was treibt 25 Anwohner der Straßen Heideblick und Heiduferweg bei diesem Wetter auf die (eigene) Straße? "Der Verkehr", sagt Jan Griesemann. "Die Situation hier ist katastrophal".

Griesemann wohnt seit vier Jahren am Heideblick, er hat Einwohner und den SPD-Ortsverein zur "Krisensitzung" vor Ort eingeladen. Eins ist für ihn klar. "Die Tempo 30-Zone wird konsequent ignoriert. Hier wird nur gerast". Der Anfahrtsverkehr zur B54 nehme stetig zu, sogar Navigationssysteme gäben inzwischen den Tipp, durch die kleinen Seiten- auf die Schnellstraße zu wechseln. Griesemann ist sich sicher: "Der ganze Bereich hier verkommt zur Durchgangsstraße für schnelle Autos." Damit seien auch die Straßen Am Kramberg und Schondelle gemeint. Aber insbesondere an der Einmündung Heideblick/Heiduferweg gäbe es Handlungsbedarf. "Die Einmündung ist nämlich ein besonders gefährlicher Abschnitt für Schulkinder der Olpketalgrundschule". Die Vorschläge der kleinen Nachbarschaftsinitiative, die sich inzwischen gebildet hat: Anliegerstraße Heiduferweg, deutlichere Kennzeichnungen der Einmündungen sowie ein Gehwegübergang an der für Schüler markanten Stelle. Michael C. Meurer, SPD-Vorsitzender im kleinen Vorort und Hombrucher Bezirksvertreter, hat Unterstützung zugesagt. Von Anliegerstraßen hält er jedoch aus Erfahrung wenig. "Die werden ignoriert und können schwer kontrolliert werden", so Meurer. Er plädiert für verkehrsberuhigende Maßnahmen wie an der Dahmsfeldstraße. "Darunter fallen Parkstandsmarkierungen auf dem Heideblick, die haben schon oft zu Geschwindigkeitsreduzierungen beigetragen." Auch ein Hinweis auf Schulkinder wäre vonnöten. Damit wäre das Hauptproblem der Anwohner, als "Schleichweg" zur B54 missbraucht zu werden, aber noch nicht gelöst. "Die werden von Tag zu Tag schneller", sagt auch Helmut Luckardt, der an der Schondelle wohnt. Wie zum Beweis rast ein BMW vorüber. "Ich glaube", seufzt Luckardt, "wir stehen noch eine Weile im Regen".

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