WAZ / WR vom 20. Mai 2005

Anlieger "schwänzen" Infoabend
Die Parksituation auf der Kirchhörder Straße vor Rewe Peter soll geändert werden: Schrägparken wird unmöglich, weil die Stellplätze in Fahrtrichtung auf den Gehweg verlegt werden. Das bedeutet zwei Parkplätze weniger an dieser Stelle. (ACo)

Lücklemberg. Sechs aus 150: Nur ein halbes Dutzend betroffene Anlieger verfolgte am Mittwoch Abend die Vorstellung "Gehwegsicherung Kirchhörder Straße" - zu wenig, um sich ein exaktes Meinungsbild zu verschaffen, befand die Bezirksvertretung Hombruch. Die Info-Veranstaltung wird deshalb noch im Juni wiederholt. Denn: Die etwa 150 Anlieger zwischen Olpketal- und Durchstraße werden allesamt zur Kasse gebeten, wenn der südöstliche Gehweg auf der Kirchhörder Straße tatsächlich ausgebaut wird.
Winfried Joch und Heinz-Werner Dziobek vom Tiefbauamt erklärten, dass die BV Hombruch der Verwaltung den Auftrag zur Kostenermittlung bereits im September 2003 erteilt habe. Der südöstliche Gehweg auf der Kirchhörder Straße - linke Seite mit Blickrichtung Augustinum - ist den Anliegern seit Urzeiten nur als Trampelpfad ein Begriff. Das hat bislang niemanden so recht gestört, die Anwohner haben sich mit dem Zustand auf der 700 Meter langen Strecke arrangiert.Anders dagegen die Eltern schulpflichtiger Kinder: Sie sehen ihre Sprösslinge akut gefährdet, weil der Schulweg nicht sicher ist. Den Hinweis, dass dort keine kleinen Schulkinder gesichtet werden, konterte jemand mit der Bemerkung aus: "Kein Wunder: Sie werden mit dem Auto zur Schule gebracht, weil es zu gefährlich ist, sie dort alleine her laufen zu lassen."
Der Ausbau des Gehweges kostet 152 000 Euro, je nach Grundstücksgröße und Art der Bebauung zahlen die Eigentümer Eigenanteile zwischen 850 Euro (400 qm) und 2600 Euro (800 qm). Die Kirchhörder Straße gilt nach dem Ausbau als endgültig hergestellt. Vorauszahlungen auf die Erschließungskosten sind in den 60er und 70er Jahren bereits von einigen Anliegern geleistet worden. Sie werden voll angerechnet. Die Umgestaltung der Kirchhörder Straße hat für Radfahrer und Fußgänger positive Seiten, zieht aber vor Rewe Peter den Verlust von zwei der insgesamt sechs Stellplätze nach sich. Denn: Nach dem Ausbau wird Parken nur noch in Fahrtrichtung erlaubt sein, weil den Pedalrittern ein durchgängig sicherer und qualitativ ansprechender Raum zugebilligt wird. Ersatzparkraum für Pkw-Kunden bietet sich in 25 Meter Entfernung vom Rewe-Laden auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder im kleinen Floraweg an.
Die BV Hombruch hat noch keinen Beschluss gefasst, Anregungen von Anliegern sollen eine Entscheidungshilfe bieten, sind aber für die Politik nicht bindend. Das heißt: Die Grundstückseigentümer haben kein Stimmrecht nach dem Tenor: Ausbau ja oder nein!? Winfried Joch vom Tiefbauamt erklärte, dass die Gelder für die Herstellung des Gehweges im Haushalt 2005 bereit liegen. Die Baumaßnahme müsse noch in diesem Jahr abgewickelt werden.
Die Zeit drängt, die BV Hombruch wird in der Sitzung am 5. Juli eine Entscheidung treffen. Eine erneute Beratung läuft in der Juni-Sitzung. Der Termin für die zweite Einwohnerversammlung wird bekannt gegeben. Außerdem lässt die BV Flugblätter verteilen.

19.05.2005   Von Thomas Kampmann

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