WAZ / WR vom 8. November 2002
Anlieger melden sich lautstark zu Wort
Bergfeld stößt auf wenig Gegenliebe
Von Thomas Kampmann

Lücklemberg. Viele Anwohner aus dem Heideblick stehen dem Bauvorhaben auf dem angrenzenden Bergfeld ablehnend gegenüber. Denn sie wissen genau: Neben Baustellenlärm, Verkehrszuwachs und Verlust der grünen Lunge wird die Stadt sie auch noch kräftig zur Kasse bitten.  
Eins wurde auf der vorgezogenen Bürgerbeteiligung am Mittwoch Abend in Brünninghausen deutlich: Wird das Bergfeld tatsächlich bebaut, dann wird auch der Heideblick zwischen Kramberg und Galoppstraße erstmals erschlossen. Der Heideblick ist noch nicht abgerechnet. Auch Alt-Anlieger werden deshalb zu Beiträgen herangezogen, die je nach Grundstücksgröße beträchtlich ausfallen. Es spiele keine Rolle, so Olaf Greve vom Planungsamt, dass die Straße bereits seit 70 Jahren existiere.
Weit über 100 Besucher setzten sich am Mittwoch erstmals mit dem "Bebauungsplan HOM 242 - Bergfeld" auseinander. 45 exklusive Einfamilienhäuser sollen dort - wie berichtet - entstehen.

Die Vertreter der Stadt nahmen zu Protokoll, dass die Anlieger First- und Traufhöhen festgeschrieben haben wollen, Bauträger unerwünscht sind und die Anbindung am besten über den Kramberg oder den Acker zur Zillestraße erfolgen soll. Die Stadt wird alle Möglichkeiten prüfen, der Bebauungsplan erhält ohnehin erst Januar/Februar 2004 Rechtskraft.
Bezirksvorsteher Hans Semmler erläuterte die Rolle der Politik bei diesem Projekt: Die Bezirksvertretung habe verhindert, dass  70 Wohneinheiten dort entstehen. Er sprach von einem sensiblen, ökologisch wertvollen Freiraum, der in Teilen erhalten bleiben müsse. Fakt sei, so Greve, dass der Flächennutzungsplan das Gebiet als Bereich für Wohnbebauung ausweise.
Ein Markt ist angeblich vorhanden: 230 Familien hätten den Wunsch geäußert, ein Eigenheim im Stadtbezirk Hombruch zu errichten. Unbestritten sei zwar ein starker Rückgang in der Nachfrage, gestand Semmler ein. Doch er glaube fest daran, dass Bergfeld Bauwillige anziehe.

zurück
©
webmaster @m.c.meurer 2002