WAZ / WR vom 20. November 2002

Brief an das Planungsamt mit zahlreichen Kritikpunkten

Bergfeld-Bebauung: Anwohner protestieren

Lücklemberg. (mk) Die geplante Bebauung des Bergfeld erregt die Gemüter in angrenzenden Wohngebieten. Es kursiert ein Protestschreiben, das Anwohner an die Haushalte verteilt haben.

Bürgern in den Straßen Heideblick, Am Kramberg, Galoppstraße, Heiduferweg und Heidekopf wird in dem Schreiben nahe gelegt, Bedenken gegen den Bebauungsplan bis heute an das Stadtplanungsamt zu schicken. Bei der Einwohnerversammlung am 6. November hatte die Stadt eine Frist von 14 Tagen gesetzt. "Ein Angebot vor allem für die Bürger, die bei der Versammlung nicht anwesend waren", so Olaf Greve (Planungsamt). 
Silke Austermann und Christine Lamparter haben den Brief an die Nachbarn verfasst. Einige Kritikpunkte:
- Ein Bebauungsplan solle der nachhaltigen Entwicklung, nicht aber der Haushaltssanierung dienen. 
- Die Verfasser sprechen von einer "abnehmenden Nachfrage" nach Baugrundstücken.
- "Eine der wenigen verbliebenden Frischluftschneisen" werde überplant.


- Der Verkehr um das Plangebiet sei bereits jetzt beträchtlich.
Außerdem, beunruhigt viele Anwohner die Tatsache, dass sie für die Erschließungsmaßnahme zahlen müssen, wenn im Zuge der Bergfeld-Bebauung auch der Heideblick zwischen Kramberg und Galoppstraße erstmals erschlossen werden sollte.
Die Verfasser des Schreibens wünschen sich von der Stadt u. a. einen Nachweis, dass im Stadtbezirk keine alternativen Flächen zur Verfügung stehen, Auskunft über die Nachfrage nach Grundstücken, Lärm- und Umweltverträglichkeitsgutachten und die Prüfung einer alternativen Erschließung (Zillestraße/Am Kramberg).
Olaf Greve erinnert daran, dass es zurzeit nur um einen Bebauungs-Vorentwurf gehe. Nach der Trägerbeteiligung werde es einen Bebauungsplanentwurf geben, in dem "gegebenenfalls auch die Beschwerden von Bürgern berücksichtigt werden".

zurück
©
webmaster @m.c.meurer 2002