WAZ vom 17. August 2001

Bebauungsplan "Hom 242": Politiker entscheiden über Lücklembergs Filetstück

Vermarktung des Bergfeldes bringt ca. 13,5 Millionen Mark

von Thomas Kampmann

Lücklemberg: Die Stadt will sich von einem Filetstück trennen und das Bergfeld in Lücklemberg vermarkten. 2,7 Hektar Netto Bauland versprechen eine Einnahme von 13,5 Millionen Mark.

Geht es nach dem Willen der Stadt, sollen im Bereich zwischen den Straßen Am Kramberg, Heideblick, Galopp- und Zillestraße 50 Wohneinheiten entstehen - sauber nach Einzel- und Doppelhäuser sortiert. Der Bebauungsplan "Hom 242" muss allerdings zunächst noch aufgestellt werden.
In der Vergangenheit ist ein solches Bauvorhaben an der Politik gescheitert. Hubert Jung, Vorsitzender des zuständigen Fachausschusses, sprach deshalb gestern von einem Testlauf. "Es gilt abzuwarten, wie die Bezirksvertretung Hombruch am Dienstag reagiert." 
Die 27 000 Quadratmeter große Fläche präsentiert sich zurzeit als Natur- und Ackerfläche, im Norden lediglich durchschnittlich von einer 220 KV-Starkstromleitung. Straßenrandbebauung am Kramberg und Heideblick sowie ein kleiner Hof im Osten des Plangebietes bestimmen ansonsten das Bild. Eigentümerwechsel sind in den letzten Jahren kaum vollzogen worden, lediglich der Bergbauerhof (7 379 qm Grundstück) ging in andere Hände über. Der Verkehrswert für das Gehöft am westlichen Rand des geplanten Baugebietes lag bei 590 000 Mark, geboten und gezahlt wurde allerdings mehr. Das marode Gehöft minderte den Wert, 6 600 Quadratmeter Ackerland wurden mit 15 DM/qm bewertet. Verwandelt sich Jauche in Gold? "Wie die Nachbarflächen klassifiziert werden, bleibt abzuwarten." Der Mitarbeiter des Liegenschaftsamtes übt Zurückhaltung.

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