Westfälische Rundschau vom 12. April 2012

Zillestraße

Mit weißer Farbe Staus vermeiden

Brünninghausen.   Viele Autofahrer aus dem Dortmunder Süden kennen das Problem: Will man an der Kreuzung in Brünninghausen von der Zillestraße in die Hagener Straße abbiegen, so kann man mit einer langen Wartezeit und Stau rechnen. Aber dies soll bald der Vergangenheit angehören.

Viele Autofahrer aus dem Dortmunder Süden kennen das Problem: Will man an der Kreuzung in Brünninghausen von der Zillestraße in die Hagener Straße abbiegen, so kann man mit einer langen Wartezeit und Stau rechnen. Aber dies soll bald der Vergangenheit angehören. Bernd Kunert, SPD-Mitglied des Ortsvereins Brünninghausen und Anwohner Lücklembergs, hatte die Idee: Eine Haltelinie soll den Linksabbiegern die Fahrt erleichtern und den gesamten Verkehrsfluss an der Kreuzung optimieren.

Kollaps am Nachmittag

Kunert, der die Kreuzung selbst oft passiert, bemerkt: „Viele Linksabbieger haben Angst, weit genug vorzufahren, so dass höchstens zwei Autos über die grüne Ampel kommen. Das führt vor allem im Nachmittagsverkehr zu langen Staus bis in die Galoppstraße.“

Dieses Problem sei „mit einem Eimer Farbe“ behebbar, so Michael Meurer, Mitglied der Bezirksvertretung Hombruch. „Denn, was fehlt, ist eine Orientierung für die Linksabbieger“, meint Kunert. „Viele wissen gar nicht, wie weit sie fahren können. Sie halten und dürften beispielsweise noch fünf Meter weiterfahren“, ergänzt Meurer.

Die Kreuzung bietet zwar genug Platz, um im großen Bogen zum Abbiegen vorzufahren, doch beobachtet man den Verkehr, sieht man schnell, dass bei grüner Ampel nur ein zaghaftes Heranfahren bis zur Fahrbahnlinie erfolgt. Würde das erste Auto bis zu der geplanten Haltelinie fahren, „so könnten vier bis fünf Autos die grüne Ampel passieren“, meint Horst Tieling, SPD-Ortsvereinsvorsitzender von Brünninghausen.

Bleibt die Frage: Ist noch niemand vorher auf diese recht günstige Lösung gekommen angesichts leerer öffentlicher Kassen? Michael Meuer zuckt mit den Schultern. Leute, die täglich hier unterwegs sind, beschäftigten sich eben mehr mit der Problematik. „Wir hatten vor Jahren mal einen Kreisverkehr für diese Stelle angedacht, doch der wurde von Straßen NRW abgelehnt“, so Meurer. Grund seien die hohen Kosten gewesen. „Es handelt sich auch nicht um einen Unfallschwerpunkt“, betont der SPD-Politiker. Vielmehr wolle man dazu beitragen, Staus zu reduzieren.

Die Ideengeber hoffen nun, in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung im Mai (siehe Kasten) Anklang zu finden und dem Ärger hinterm Steuer an der laut Michael Meurer „meist befahrenen Kreuzung“ der Umgebung schon bald vorzubeugen.

Simone Saftig, Wolfgang Maas

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