Westfälische Rundschau vom 29.August 2011

In Lücklemberg :
Kinder-Olympiade auf Socken

Süd, 28.08.2011, Thilo Kortmann

„Chris and the poor boys“ eröffneten das 21. Fest musikalisch. Foto: Anja Cord

„Chris and the poor boys“ eröffneten das 21. Fest musikalisch. Foto: Anja Cord

Lücklemberg. „Looker at Lück“ sind nicht klein zu kriegen. Und schon gar nicht durchs Wetter. Starke Regenfälle sorgten für eine feucht-fröhliche Atmosphäre auf dem 21. „Look at Lück“, aber für niedrigere Besucherzahlen. Und das schon am Freitagabend.

Kurzerhand wanderte man deshalb unter die Überdachung der Olpketalgrundschule, wo auch die Folk-, Country- und Rock-Band Chris & The Poor Boys nach der Eröffnung durch den Schirmherrn und SPD-Bezirksvertreter Michael C. Meurer den rund 350 „Looker at Lück“ mächtig einheizten, so dass gar keine Heizpilze angesichts der kühlen Temperaturen nötig waren.

Magere Resonanz

Auch der Samstag war immer wieder geprägt durch Regengüsse. Die Kinderolympiade musste deshalb in die Turnhalle verlegt werden. Hüpfburg und Wurfgeschwindigkeitsmessung konnten leider gar nicht aufgebaut werden, da sie nur auf dem Schulhof und bei trockenem Wetter hätten genutzt werden können. Und für die Turnhalle waren sie zu groß, denn da waren schon die zehn Stationen aufgebaut, an denen insgesamt 83 Kinder im Alter zwischen zwei und 14 ihre Geschicklichkeit unter Beweise stellen konnten. Ob beim Becherwerfen, Hula Hoop, Luftballon balancieren oder Reifen-Parcours. Die Kinder hatten auch auf Socken sichtlich viel Spaß bei den Spielchen. Einige waren toll geschminkt, denn der Pido-Club sorgte mit seinem Schminkset wieder für schöne bunte Bilder in den Gesichtern.

Ab 19.30 Uhr trat das Duo Kelsey & Pete auf, das wieder unter der Überdachung statt auf der doch eher weit entfernten kleinen Bühne für Stimmung sorgte. So waren die Musiker fast zum Greifen nah. Vor rund 60 Festbesuchern, die es sich trotz Kälte auf den Bierbänken gemütlich machten, lieferten Kelsey & Pete bis 23 Uhr mit ihren unterschiedlichsten Musikstilen und Instrumenten die perfekte musikalische Begleitung zur doch eher schnucklig-intimen Atmosphäre. Mal traurige, mal melancholische und dann wieder fröhliche Songs sorgten dafür, dass die Zuhörer andächtig lauschten und eng zusammenrückten.

„Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Temperaturen von nur noch zehn Grad waren doch dann des Guten zu viel“, so Organisator Hans Rothschuh über die insbesondere am Samstagabend magere Besucherresonanz.

Die Kinderolympiade jedoch, so Rothschuh, sei so gut wie jedes Jahr besucht gewesen. Das seien immer so zwischen 80 und 100 Kinder. Auch dieses Jahr hätten die Kleinen wieder viel Spaß gehabt.

„Es gab nur bei der abschließenden Schuhsuche in der Turnhalle ein wenig Durcheinander“, so Rothschuh, der trotz eines nicht so besuchten Stadtteilfestes seinen Humor behielt.

zurück