Westfälische Rundschau vom 16. März 2011

 

Düwelsiepen : Massive Vorbehalte bei Anwohnern

Süd, 15.03.2011, DerWesten

Volker Schultebraucks und Michael C. Meurer vor den gefällten Bäumen am Zieckenbrink.

Volker Schultebraucks und Michael C. Meurer vor den gefällten Bäumen am Zieckenbrink.

Kirchhörde. Massive Vorbehalte gegen den Bebauungsplan – HOM 291 – Düwelsiepen in Löttringhausen, trugen ca. 30 betroffene Anwohner bei der Bürgersprechstunde der SPD im Café Mack in Kirchhörde vor.

Die Kritik konzentriert sich auf zwei Gesichtspunkte. Die geplanten 25 Häuser im Baugebiet sollen ausschließlich über den Zieckenbrink erschlossen werden, 19 Wohneinheiten werden über eine Stichstraße vom Zieckenbrink an das Straßennetz angebunden. Die Anwohner des Zieckenbrinks befürchten eine übermäßige Belastung ihrer Straße, weil die Straße für die neuen Verkehre nicht ausgelegt sei und Unfälle vorprogrammiert seien.

Furcht vor Unfällen und Altlasten

Weiterer Kritikpunkt: Die neuen Erschließungstrasse muss einen Höhenunterschied von 24 Meter ausgleichen und weist ein Gefälle von 12 % auf. Insbesondere bei winterlichen Verhältnissen befürchten die Anlieger, dass die Bewohner des Baugebietes ihre Fahrzeuge an der Hellerstraße oder am Zieckenbrink abstellen, weil die Straße im Baugebiet dann nicht zu befahren sei. 19 der geplanten Wohneinheiten liegen auf dem Gelände der ehemaligen Lackfabrik. „Vorliegende Untersuchungen bestätigen hier das Vorkommen verseuchter Bodenschichten, die mehrere Meter mächtig sind. Ein Teil des Baugebietes ist als Fläche mit erheblicher Bodenbelastung gekennzeichnet“, so die Sozialdemokraten.

Der örtlichen SPD-Bezirksvertreter Michael C. Meurer machte deutlich, dass gerade die verkehrliche Situation nicht befriedigend gelöst sei. Auch die Ableitung der Wassermengen bei Starkregen sei nicht plausibel gelöst.

Der Vorsitzende der SPD Kirchhörde, Volker Schultebraucks fordert Aufklärung über die verseuchten Böden. Grundsätzlich fordern beide Sozialdemokraten nicht nur Nachbesserungsbedarf beim Düwelsiepen, darüber hinaus sollten zukünftig Bebauungspläne leichter der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

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