Westfälische Rundschau vom 12. Juli 2007

Projekt in Lücklemberg : Ein Park für alle Generationen

Michael C. Meurer erklärt die Pläne für die Schaffung eines Spielplatzes, der Teil eines Mehrgenerationenparks in Lücklemberg werden soll. Foto: Michael Printz

Michael C. Meurer erklärt die Pläne für die Schaffung eines Spielplatzes, der Teil

eines Mehrgenerationenparks in Lücklemberg werden soll. Foto: Michael Printz

Süd, 11.07.2011, Thilo Kortmann

Lücklemberg. Es wird geboult, Kinder toben und spielen. Alt und Jung unterhalten sich. So kann man sich das Treiben in einem Generationenpark vorstellen.

So ein Park, der alle Generationen miteinander verbindet, war schon vor drei Jahren die Vision vom Familienbüro, Seniorenbüro, Elternbeirat, Kindergarten Olpketalstraße, AWo Lücklemberg und der SPD-Politiker Ingrid Krämer-Knorr und Michael C.Meurer. Der Grund: „Lücklemberg hat kein wirkliches Zentrum und auch keinen vernünftigen Spielplatz zu bieten“, erklärte Bezirksvertreter Meurer beim alljährlichen Rundgang der SPD durch Lücklemberg und der Besichtigung verschiedenster Bauprojekte. Startpunkt war die AWo an der Olpketalstraße 83. In direkter Nachbarschaft soll das neue „Kommunikationszentrum“, in das insgesamt 120 000 Euro investiert werden sollen, entstehen.

Die Idee nimmt jetzt konkret Gestalt an, denn die Bezirksvertretung (BV) und der Spielplatzverein haben grünes Licht gegeben. Dabei hat die Bund erst einmal 65 000 Euro zur Gestaltung zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Haushaltssperre konnte zunächst nur knapp über die Hälfte des Geldes bereitgestellt werden. Wann der zweite Teil der Summe fließt, sei noch unklar, so Ingrid Krämer-Knorr. Begonnen wird deshalb im 1. Bausabschnitt mit den Spielmöglichkeiten für den Nachwuchs. „Hier wird sich in den Sommerferien richtig viel tun“, erklärte Meurer.

Und damit daraus auch noch wirklich ein Park für alle Generationen wird, ist der Förderverein „Generationenpark“ gegründet worden, dem mittlerweile 20 Mitglieder angehören. „Wir werden mögliche Sponsoren wie Firmen und andere ansprechen, um das Vorhaben Generationenpark finanziell so schnell wie möglich zu verwirklichen“, erklärte Udo Beyna, 1. Vorsitzender des Fördervereins.

Gelände ist noch eine Hundewiese

In den Sommerferien starten die Bauarbeiten auf dem an die Grundschule angrenzenden 2,3 Hektar großen Gelände, das bislang als Naturspielplatz ausgewiesen war und auch als „Hundewiese“ bekannt ist. Für die Kids werden Klettermöglichkeiten und Spielgeräte unterschiedlichster Art angelegt. Zudem sind jährliche Kinderfeste unter der Beteiligung des Jugendamtes und des Wohnstiftes Augustinum geplant. Und um die ganze Sache auch für die ältere Generation reizvoll zu gestalten, sollen von den weiteren 55 000 Euro unter anderem Bouleplatz, Bänke, barrierefreien Zugänge und Familientische angeschafft werden.

Aber nicht nur die Außenbereiche böten Chancen für das Generationenprojekt, spinnt Meurer weitere Zukunftsfäden. Gerade die Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt könnte sich nach den Vorstellungen der Akteure zukünftig in ein Kommunikationszentrum für Senioren, Familien und Kindern entwickeln. So könnte hier für junge Familien Sonntags ein Informationsbrunch stattfinden, Senioren würden die AWo als Anlaufstelle für Beratungen des Seniorenbüros nutzen können, und ältere und jüngere Mitbürger könnten hier in vielen Bereichen gemeinsam aktiv werden.

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