Westfäliche Rundschau vom 16. Juli 2010

Bittermark-Kirchhörde-Lücklemberg:
Neue Formel der SPD: 1+1+1 = 30

Katrin Kroemer

Die Kooperation der SPD-Ortsvereine im Wahlbezirk 30 wird von den Vorsitzenden Michael Meurer, Volker Schultebraucks und  Ingrid Krämer-Knorr (v.l.) besiegelt.

Die Kooperation der SPD-Ortsvereine im Wahlbezirk 30 wird von den Vorsitzenden Michael Meurer, Volker Schultebraucks und Ingrid Krämer-Knorr (v.l.) besiegelt.

Im Süden. „1 + 1 + 1 = 30“ - das ist die neue Formel der SPD in Kirchhörde, Lücklemberg und der Bittermark. Die drei Ortsvereine haben jetzt ihre Kooperation besiegelt und decken so mit ihrer Arbeit gemeinsam den gesamten Kommunalwahlbezirk 30 ab.

„Das ist sicher ein Novum - dass die drei Ortsvereine eines Wahlbezirkes so zusammenarbeiten“, meint Ingrid Krämer-Knorr (Bittermark). Dabei ist der Grund ebenso einfach wie einleuchtend: Es gibt gemeinsame Aufgaben, für die die vorhandenen Potentiale jetzt gebündelt werden. Motor der Kooperation, die auch nach der festen Überzeugung von Michael Meurer (Lücklemberg) modellhaft ist, sind die drei Vorsitzenden - mit Rückendeckung ihrer Vorstände. Rund 300 Sozialdemokraten bündeln die drei Ortsvereine im Wahlbezirk 30, das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl“, weiß Volker Schultebraucks aus dem großen Gebilde Kirchhörde-Löttringhausen. Er wagt einen kleinen Spagat, denn „seine“ Löttringhauser Genossen zählen bereits zum Wahlbezirk 31 - aber auch das soll gelingen.

Denn das neue Modell hat schon ohne vorherige Verabredung in der Vergangenheit Erfolgsgeschichte geschrieben. Als es um den Erhalt der Post in Kirchhörde ging. Da zogen die Lücklemberger und Bittermärker alle mit am gemeinsamen Strang.

Heute gibt es sie immer noch, die Post an der Hagener Straße, jetzt unter dem Dach der Postbank. „Das ist gemeinsam mit den Geschäftsleuten auch unser Erfolg“, sind sich die drei Kooperations-Partner einig. Und was schon einmal so gut funktioniert hat, soll jetzt eben Programm werden.

Zum Beispiel bei der Verkehrssituation am Knoten Hagener Straße/Kirchhörder Berg - das trifft alle aus den drei Stadtteilen, die dort einkaufen, Ärzte oder die Sparkasse besuchen. Oder wenn es um die Ausgestaltung der gerade im Umbau befindlichen Hagener Straße geht - Querungshilfen sind dann ein Thema. Und auch die Kirchhörder Grundschule und ihre Raumnot haben alle drei im Blick.

Gemeinsam wollen sie noch stärker werden, aber bei aller Gemeinsamkeit ist eines auch klar: Drei Ortsvereine bleiben drei eigenständige Einheiten.