Westfälische Rundschau vom 3. Februar 2008

Jahrhundertregen ist der Beweis:
Bergfeld darf nicht bebaut werden

Von Katrin Kroemer

Lücklemberg. Der Jahrhundertregen vom 26. Juli beweist, dass das Bergfeld in Lücklemberg auf keinen Fall bebaut werden darf. Diesen Standpunkt jedenfalls vertritt Thomas Quittek im Namen des BUND.

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Das Bergfeld aus der Luft - eine wertvolle Freifläche, die nicht versiegelt werden darf, sagt der BUND.

... Deshalb legt der Naturschutzbund erneut Einspruch gegen das Baugebiet ein. Und auch die Anwohner haben über 100 Unterschriften gegen die Pläne eingereicht. Schon längst hatten die Naturschützer auf Hochwassergefahren durch eine zunehmende Versiegelung im Bereich des Schondellebaches aufmerksam gemacht, nun sehen sie sich durch das Hochwasser nach dem Starkregen vom 26. Juli 2008 in ihren schlimmsten Befürchtungen bestätigt. "Der geplante Bau weiterer 49 Einzelhäuser (Grundstückgröße jeweils ca. 450 qm) ist insbesondere wegen der Problematik des Niederschlagswassers abzulehnen. Bereits heute kommt es aufgrund der zunehmenden Versiegelung im Bereich Kirchhörde/Lücklemberg zu Überschwemmungen (zuletzt u.a. im Bereich der Gaststätte Zum kühlen Grunde)." Dazu gebe es ein aktuelles Gutachten von Prof. Grünewald, das dies bestätige.

Ungebrochen in ihrer Kritik an dem "Hom 242" bleiben auch die Anwohner. Sie fühlen sich auch von der SPD verkauft: "Eigentlich wollte die SPD den Plänen nur zustimmen, wenn deutlich abgespeckt wird. Aber der offen gelegte Plan spricht immer noch von 49 Häusern", legt Jan Friedemann den Finger auf einen wunden Punkt. Außerdem solle der gesamte Bauverkehr für diese 49 Häuser über den Heideblick geführt werden. Der jedoch sei Schulweg für die Kinder aus dem Lemberger Feld, Bauverkehr sei eine unzumutbare Gefährdung.

Außerdem, so Friedemann, fürchten die Anlieger, dass ihre Straße durch die Baufahrzeuge über Gebühr beschädigt wird. Eine anschließende Herstellung aber gehe auch zu Lasten der Anwohner, da die Straße noch nicht abgerechnet sei.

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