Westfälische Rundschau vom 31. Juli 2998

Limberg-Gruppe will 3000 qm großes Areal bebauen - Seniorenwohnungen angedacht

Neue Pläne für Schandfleck an der Kobbendelle

Kirchhörde. Seit zehn Jahren liegt es im Dornröschenschlaf, das rund 3000 Quadratmeter große Areal an der Hagener Straße/Ecke Kobbendelle. Die SPD Lücklemberg möchte gern den Prinzen spielen und helfen, es mit Leben zu füllen.

Doch ohne die Limberg-Holding GbR als Besitzerinn des Grundstückes geht nichts. Und die teilte gestern auf Anfrage der Stadtteil-Zeitung mit, dass es Überlegungen gibt, dort Seniorenwohnungen zu errichten. Eine Anfrage beim Bauordnungsamt habe ergeben, dass die Verwaltung grünes Licht für ein solch ein Projekt geben würde, erklärt Dr. Wolfram Wessely, Geschäftsführer der Limberg-Servicegesellschaft.

Um das Grundstück selbst, das sich früher einmal im städtischen Besitz befand, rankt sich eine lange Geschichte. Vor zehn Jahren hatte die Lebensmittelkette Coop Interesse an dem Areal, meldete jedoch kurz darauf Konkurs an. Eine Friedhofserweiterung über die Hagener Straße hinweg war im Gespräch und wurde verworfen. Die Limberg-Gruppe, die das Grundstück von der Stadt bekam, wollte ursprünglich ein Wohn-Geschäftshaus dort bauen – das jedoch war politisch nicht gewollt. Ein kleiner Wald wuchs derweil auf dem Grundstück heran. Kinder der benachbarten Grundschule nutzten den Pfad, der hindurch geht, als Abkürzung zur Hagener Straße. Dieser Privatweg ist jedoch inzwischen versperrt, „da er nicht richtig abgesichert ist”, glaubt. Bezirksvertreter Michael C. Meurer, der sich gestern mit Ratskandidatin Ingrid Krämer-Knorr zur Ortsbegehung traf. Zwei weitere Probleme möchten die beiden SPD-Politiker mit einem BV-Antrag aus dem Weg räumen: Die Einfahrt in die Kobbendelle sei zu eng – gefährlich für Schulkinder und Pkw-Fahrer. Und die Fußgängerampel an der Hagener Straße schalte zu langsam.auf Grün. „Gerade Schulkinder werden da sehr schnell ungeduldig und könnten einfach über die Straße laufen”, glaubt Meurer.

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