Westfälische Rundschau vom

Bezirksvertretung Hombruch informiert sich über Lärmschutz durch anderen Straßenbelag - Mittel aus Konjunkturpaket II

„Flüsterasphalt” und neue Löcher

Von Katrin Kroemer

Hombruch. Eigentlich wollten sie sich vor allem über „Flüsterasphalt” informieren– aber dann war den Bezirksvertretern in Hombruch eigentlich eher zum Schreien zumute. Denn: Die gerade fertiggestellte Olpketalstraße soll nun von der DEW für die Reparatur einer Gasleitung wieder aufgerissen werden.

Doch bevor in die frisch gegossene Asphaltdecke wieder neue Wunden gerisssen werden, wollen die Politiker noch ein Wörtchen mitreden. Schließlich seien die Bürgersteige gepflastert worden - das erleichtere Zugang und Wiederherstellung der Flächen, argumentieren die Hombrucher. Deshalb können sie so nicht nachvollziehen, dass die DEW einerseits für eine reine „Reparatur” eine lange Strecke von der Hagener Straße bis zum Pastorenwäldchen aufreißen will und andererseits dafür auch noch die frische Fahrbahn beanspruchen möchte.

Bei dieser Kritik hat die Politik das Tiefbauamt auf ihrer Seite. „Auch wir sind über dieses Vorgehen entsetzt”, bestätigte Sylvia Uehlendahl, Abteilungsleiterin Straßen- und Kanalbau. Deshalb soll nun zügig vor Ort ein Termin vereinbart werden. Ziel: Die DEW sollte nach Möglichkeit die notwendigen Arbeiten im Bereich des gepflasterten Gehwegs ausführen.

Noch längst nicht fertig, aber endlich auf der Sanierungsliste stehen dagegen die Stockumer und die Hagener Straße. Mittel aus dem Konjunkturpaket II machen's möglich: Beide Straßen sind nicht n ur marode sondern laut Lärmkataster auch oberste Kandidaten für einen „Lärm Optimierten Asphalt” - kurz „LOA”. Der findet in solchen Fällen innerstädtisch Anwendung, erklärte Uehlendahl. Er ist technisch anders als der „Flüsterasphalt”, der sich auf Autobahnen bewährt hat.

An der Hagener Straße müssen die Hombrucher dafür aber eventuell eine besonere Kröte schlucken: LOA ist erst ab Tempo 50 wirksam - die neue 30-er-Zone wäre damit hinfällig. Doch zunächst wird der gesamte Bereich samt Randbereichen, Gehwegen und Parkflächen überplant. Bei der Stockumer Straße im Bereich Eichlinghofen dagegen kann Ende 2009 die Erneuerung umgesetzt werden.

zurück