Westfälische Rundschau vom 19. Juni 2009

Hochwasserrückhaltebecken an der

Olpketalstraße in Betrieb genommen

Mehr Schutz bei Starkregen

Lücklemberg. Fünf Monate wurde gebaut - jetzt ist das Hochwasserrückhaltebecken an der Olpketalstraße fertig. Mit einem Fassungsvermögen von 5700 Kubikmetern soll es die Anwohner künftig besser vor Überflutungen bei starkem Regenfall schützen.

Die Baukosten der städtischen Maßnahme belaufen sich auf ca. 180 000 Euro. 80 Prozent übernimmt das Land NRW. Bei einem Ortstermin mit Stadtdirektor Ullrich Sierau, Bezirksbürgermeister Hans-Ulrich Steinmann und weiteren Lokalpolitikern erläuterte jetzt Dr. Christian Falk vom Tiefbauamt Details: So seien für das Regenrückhaltebecken Wiesenflächen entlang der Olpketalstraße mit einem 170 Meter langen und 1,50 Meter hohen Wall eingefasst worden. Bei einem Hochwasser mit „50-jähriger Wahrscheinlichkeit” könne das Becken anfallendes Wasser bis zu sechs Stunden lang aufstauen. Durch ein Drosselbauwerk mit Überlauf sei es möglich, große Wassermengen kontrolliert abzuleiten. Die Drosselanlage befindet sich im Bereich der bestehenden Verrohrung des Olpkebaches unterhalb der Zufahrt zur früheren Kinderklinik.

Mit Blick auf Berechnungen zur Hochwasserwahrscheinlichkeit geht Dr. Falk davon aus, dass das Drosselbauwerk mit Notüberlauf statistisch „alle 50 Jahre aktiv wird”. Bei einem „Jahrhundertregen” wie im Juli 2008 werde aber auch diese Anlage wohl überlastet sein. „Wir können zwar keine Arche Noah bauen, müssen aber die Veränderungen, die aus dem Klimawandel resultieren, berücksichtigen”, sagte Stadtdirektor Sierau. Auch er bewertete die neue Anlage als eine technisch und wirtschaftlich gute Lösung, die den Hochwasserschutz deutlich verbessern werde. In dieser Hinsicht müssten jetzt weitere Bereiche im Stadtgebiet „peu à peu abgearbeitet werden”. Mit der Umgestaltung des Olpkebaches am Heiduferweg wird bereits in Kürze begonnen. Auch durch diese Maßnahme (Abschluss in 2009) sollen Anwohner besser vor Überflutungen geschützt werden.

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