Westfälische Rundschau vom 6. August 2009 

Beteiligte schweigen - "Kein Kommentar"

Edeka-Schließung in Brünninghausen: Rätsel um Pachtvertrag

Dortmund Süd,  Susanne Meyer

Brünninghausen. Der Edeka-Markt Neubert an der Hagener Straße 158 soll am 31. Dezember die Türen für immer schließen. Das ist Fakt. Doch wer nun letztendlich den langjährigen Pachtvertrag für das Gebäude aufgelöst hat, konnte gestern nicht geklärt werden.

 „Die Firma Schröder hat Edeka gebeten, den Pachtvertrag zu verlängern, doch das wurde abgelehnt. Edeka hat den Vertrag aufgelöst”, sagt Lothar Schröder, Inhaber des gleichnamigen Münzautomatenbetriebes in Dortmund und Besitzer des Grundstücks an der Hagener Straße/Ecke Weiße Taube. „Der Pachtvertrag wurde seitens des Eigentümers gekündigt”, hält Stefan Steves, Geschäftsführer der Edeka Handelsgesellschaft Rhein Ruhr dagegen.

Was letztendlich aus der Immobilie wird, weiß auch Eigentümer Lothar Schröder nicht: „Ich weiß nicht genau, was da passiert.” Einig sind sich Pächter und Eigentümer nur in einem Punkt: „Kein Kommentar.”

Der SPD-Bezirksvertreter Michael C. Meurer hat gestern ebenfalls mit der Geschäftsführung des Lebensmittelkonzerns gesprochen. Demnach würde Edeka den Standort nach Abriss und Neubau des maroden Ladenlokals gern weiterhin betreiben. Vor Ort bekräftigten die Sozialdemokraten noch einmal ihre Forderung für den Erhalt dieses „Quartierversorgungszentrums”, erklärte Horst Tieling, Vorsitzender der SPD Brünninghausen. Mit einer Unterschriften-Aktion will die SPD nun Fakten schaffen und den Weg für einen Vollsortimenter an dieser Stelle weiter frei halten. Discountern, wie Plus oder Aldi will Meurer mit einem Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes für diese Bereich einen Riegel vorschieben. Er hofft, dass die Fraktionen dafür grünes Licht geben werden. Die Sozialdemokraten wollen ebenso viele Unterschriften für den Erhalt des Edeka sammeln, wie seinerzeit für den Erhalt der Kirchhörder Post. Und das waren damals immerhin rund 3000.

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