WR / WAZ vom 29. Januar 2009

Einkaufszentrum Lücklemberg:

Pro oder contra?

Dortmund Süd, Von Katrin Kroemer

Hombruch. Gibt es mehr Gegner oder mehr Befürworter eines neuen Einkaufszentrums in Lücklemberg an der Kirchhörder Straße? Das soll eine Bürger-Veranstaltung klären, die voraussichtlich am 16. Februar um 19 Uhr im Wohnstift Augustinum stattfindet.

266 Unterschriften der Menschen vor Ort gegen einen 1200-Quadratmeter-Supermarkt jedenfalls warfen die Kritiker am Dienstag in die politische Waagschale bei der Sitzung der Hombrucher Bezirksvertretung. Und sie verliehen ihrer Meinung nicht nur durch soviele Menschen Ausdruck, dass die Plätze im Zuschauerraum nicht reichten, sondern auch mit wohl ausgearbeiteten Argumenten.

Mehr und für die Situation unverträglicher Verkehr, Opferung einer großen Freifläche nahe am Wohngebiet, Gefährdung kleinerer ortsnaher Einzelhandelsgeschäfte in der Nachbarschaft wie in der weiteren Umgebung zählte Thomas Horster-Möller als Sprachrohr der Neubau-Gegner auf.

Und auch dem Hauptargument einer ortsnahen Vollversorgung widersprach das Publikum: "Wer als älterer Mensch nicht gut zu Fuß ist, kann auch von dem neuen Laden seine Einkäufe nicht nach Hause tragen. Und wer ohnehin fahren muss, dem ist auch die Strecke egal." Und für all die, die fahren müssen, gibt es im nahen Umkreis Kirchhörde, Wellinghofen und Benninghofen acht Supermärkte, deren Existenz durch einen neuen großen Mammut-Anbieter sogar in Gefahr geraten könnten, unterstrich auch Michael Meurer für die SPD.

Und so traf die Forderung der CDU, vor einer Entscheidung der Politik über das neue Einkaufszentrum zunächst die Bürger nach dem Für und Wider zu befragen, auf offene Ohren bei allen Fraktionen. Eigentlich festgelegt, so unterstrich Karl-Heinz Deyer, haben sich aber schon die Grünen: Sie wollen keinen Flächenverbrauch für ein Projekt, das gar nicht gewollt werde. Ob das in der Mehrheit so ist, soll nun die Büger-Informationsveranstaltung im Februar klären.

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