Westfälische Rundschau vom 7. Februar 2009

Naturschützer lehnen REWE
in Kirchhörde ab

Dortmund Süd, 06.02.2009

Lücklemberg. Den Baubefürwortern des REWE-Einkaufszentrum an der Kirchhörder Straßer bläst kräftiger Wind entgegen: Der Beirat bei der unteren Landschaftsbehörde (Landschaftsbeirat) lehnt den geplanten Neubau (Bebauungsplan Hom 295) ab.

Die Gründe: Biotop- und Artenschutz. Das Freilandklima im Außenbereich müsse bewahrt bleiben, deshalb dürfte keine zusätzlichen Versiegelung im Außenbereich erfolgen. Der Landschaftbeirat befürchtet zudem, dass der Wohnwert des angrenzenden Siedlungsbereiches (Stichwort: Villenzone) leidet. Außerdem ziehe das zu erwartende Verkehrsaufkommen (geplant sind 50 Parkplätze) "unlösbare Gefährdungen und Emissionsbeeinträchtigungen" nach sich.

Bedeutende Fläche

In der Diskussion verwiesen Beiratsmitglieder auf die Bedeutung der Fläche für das Frischluftversorgung sowie als Freiraumzone zwischen der Bittermark und dem Hacheneyer Wäldchen. "Auch wenn dieser Freiraumzug durch die Durchstraße unterbrochen ist, so weisen mehrere Umweltgutachten auf die ökologische Bedeutung der Freifläche zwischen Kirchhörder Straße und der B 54 hin", erklärt Thomas Quittek (Foto). Der Vorsitzende der Landschaftsbeirates weiter: "Die Klimaanalyse des Kommunalverbandes Ruhrgebiet fordert, dass die vorhandene Bebauung nicht verdichtet und keine weitere Versiegelung erfolgt." Ferner verwies der Beirat auf den Landschaftsplan Dortmund-Süd, nach dem der vorhandene Baumbestand und die landschaftliche Einbindung dieser Fläche erhalten bleiben soll.

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