WR / WAZ vom 7. Mail 2008

Baugebiet "Bergfeld" abgespeckt  Lücklemberg. ...
(.mpm.) Ein bisschen Speck muss noch runter bis zu einem Filetstück Bergfeld: Das drei Hektar große Grundstück zwischen Zillestraße und Heideblick in Lücklemberg wird nicht, wie ursprünglich geplant, mit über 60 Wohneinheiten bebaut, sondern nur noch mit knapp 50. Die Grundstücksgrößen sollen zwischen 500 und 580 Quadratmetern schwanken. Das alles hat die SPD von der Verwaltung erfahren. "Wir sehen unser langjähriges Engagement belohnt", sagen Ratsmitglied Ingrid Krämer-Knorr und der Lücklemberger SPD-Vorsitzende und Bezirksvertreter Michael C. Meurer (Fotos). Der SPD-Ortsverein Lücklemberg feiert die reduzierte Bebauungsvariante als seinen Erfolg. Schon in den 90er Jahren, rufen beide in Erinnerung, habe die SPD in Lücklemberg dem Bauvorhaben auf dem Bergfeld kritisch gegenüber gestanden. Immer wieder habe die SPD eine abgespeckte Version gefordert.

Die aktuellen Planungen sehen neben der reduzierten Anzahl der Häuser eine Bauweise mit freistehenden Einfamilienhäusern und entsprechend großen Freiflächen vor. "Eine verdichtete Bebauung mit Doppelhäusern wie am Lemberger Feld wird es nicht geben", betonen Krämer-Knoor und Meurer. Auch die Bedenken wegen der Abstandsflächen zu den Hochspannungsleitungen seien durch den überarbeiteten Bebauungsplan ausgeräumt.

Dass Lücklemberg ein äußerst nachgefragtes Wohngebiet sei und eine starke Nach-frage nach Grundstücken bestehe, habe für die SPD in Lücklemberg nie in Frage gestanden, heißt es in einer Stellungnahme zum neuen Sachverhalt. Durch die aktuelle Konzeption für das Bergfeld werde ein attraktives Wohngebiet geschaffen. "Der Charakter Lücklembergs bleibt erhalten," ist sich Bezirksvertreter Meurer sicher.

Das Bergfeld soll in zwei Bauabschnitten besiedelt werden: In der ersten Bauphase werden die Flächen erschlossen, die sich in städtischem und kirchlichen Besitz befinden. Die in einer zweiten Phase erfolgende Bebauung der privaten Grundstücke, "müsse sich nach Auskunft des städtischen Planungsamtes an die baulichen Vorgaben - freistehende Wohneinheiten mit Grundstücken zwischen 500 und 580 Quadratmetern - halten", teilt die SPD mit. Der Offenlegungsbeschluss für den Bebauungsplan "Hom 242" wird nach der Sommerpause erfolgen. Knackpunkt bleibt die Abwicklung des Verkehrsaufskommens. Der Verkehr kann nur nur über die Straßen Heideblick, Heiduferweg und Kramberg abfließen.

Walter Nikisch vom zuständigen Fachamt, hält sich auf Anfrage der Stadtteil-Zeitung bedeckter. "Wir arbeiten noch dran", sagt er und meint den Offenlegungsbeschluss. Nikisch bestätigt die genannte Zahl der Wohneinheiten, sagt aber auch: "Wir werden eventuell alles neu anpassen und modifizieren, wenn die Entwässerungs- und Ausgleichsthematik erörtert ist."

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