Westfälische Rundschau vom 29. Oktober 2007

Über Kohlesammler und Kurzzeit-Parkplätze

Dortmund Süd, 29.10.2007

Lücklemberg. Frierende und hungernde Lücklemberger laufen hinter Kohlewagen im
Bittermärker Wald her, um die Kohlen aufzusammeln und sie zu Hause zu verheizen.

 Die Kohle kam von der Kleinzeche der Stadt Dortmund (auch Kleinzeche Olpketal
genannt), aus der von 1948 bis 1953 eine 16-köpfige Belegschaft mit einer Jahrespro-
duktion bis zu 3052 Tonnen, die städtischen Krankenanstalten mit Energie versorgte.
Doch die Wurzeln des Bergbaus im Dortmunder Stadtforst reichen bis 1750 zurück, als
die Zeche Gottfriedsbank als erste die Kohleflöze im Stadtforst erschloss. Zusätzlich
wurde in diesem Gebiet in mehreren Steinbrüchen Ruhrsandstein gewonnen. Über die
Geschichte des Bergbaus in Lücklemberg informierten Tilo Cramm und Gerhard Brune
vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten die Teilnehmer des SPD-Rundgangs.

Die aktuelle Situation im Lücklemberger "Zentrum" an der Kirchhörder Straße war ein
weiteres Thema. Seit der Neugestaltung der Kirchhörder Straße 2006 beklagen viele
Geschäftsleute den Verlust von Kundenparkplätzen. Momentan behindern parkende
Autos Fußgänger und Radfahrer, erläuterte Bezirksvertreter Michael Meurer. Deshalb
habe die SPD in der Bezirksvertretung Hombruch die Errichtung von acht Kurzzeit-
Parkplätzen eventuell mit Parkscheiben-Pflicht erwirkt.