Westfälische Rundschau vom 20. November 2007

Anmeldezahlen haben sich mit der Öffnung der Schulbezirksgrenzen nicht verändert
Kein Schultourismus zum Olpketal

Dortmund Süd, 19.11.2007, Von Sabrina Heix

Lücklemberg. Die Zahl der Anmeldungen für die Erstklässler in der Olpketal-Grundschule hat sich tendenziell nicht verändert. ...


(Bild: Linz/Pili)

 Der Ampel-Schaltkasten an der Olpketalschule ist neu gestaltet worden. Das Schulmaskottchen Olpi ist jetzt darauf zu sehen. Finanziert wurde die Aktion von Michael C. Meurer und der SPD Lücklemberg.

 ... Die Befürchtung vieler Pädagogen und Eltern, dass durch die Auflösung der Schulbezirksgrenzen ein Schultourismus einsetzt, hat sich an dieser Grundschule zumindest nicht bewahrheitet. "Wir haben für das nächste Schuljahr 64 Anmeldungen, wobei nur vier Kinder nicht aus unserem Schulbezirk kommen", erklärt Schulleiterin Angela Jacobs im Gespräch mit Vertretern der örtlichen SPD. Dafür gebe es jedoch vier Kinder, die eine andere Grundschule besuchen wollen, obwohl sie in der Nähe der Olpketal-Grundschule wohnen.  

Wie die 64 potenziellen Erstklässler allerdings untergebracht werden, ist noch unklar. Die Grundschule läuft nämlich nur zweizügig und die Höchstgrenze für die Anzahl der Schüler in einer Klasse liegt bei 30. "Die kommenden Monate werden zeigen, wie es weiter geht", so die Rektorin.

Seit diesem Schuljahr darf sich die Olpketal-Grundschule Offene Ganztagsschule nennen. Der Weg dorthin war weit. Bereits vor drei Jahren sind die Eltern erstmals darüber informiert worden. Damals scheiterte die Umsetzung am zu geringen Interesse. In diesem Jahr jedoch meldeten 60 Eltern 67 Schüler an. Das Schulverwaltungsamt Dortmund reichte daraufhin zwei Anträge ein, die sich jeweils mit den Personalkosten und den Kosten für Raumausbauten befassten. Der erste Antrag wurde bewilligt.

Einen Tag vor den Sommerferien erfolgte aber ein Rückschlag: Die Kosten für Raumerweiterung lehnte das Land NRW ab, weil die Gelder bereits bundesweit verteilt waren. Da die Olpketal-Grundschule als eine der letzten Grundschulen in Dortmund die Anträge eingereicht hatte, konnte sie nicht berücksichtigt werden. Für die anfallenden Kosten soll daher die Stadt Dortmund aufkommen, die rund 2,4 Millionen Euro für vier Schulen bereitstellen und damit die Um- und Anbauten finanzieren will.

Für das nächste Schuljahr gibt es bereits 17 Neuanmeldungen für die Betreuung an der Olpketalschule. Im Gegenzug werden aber nur acht Schüler dies nicht mehr in Anspruch nehmen. Daher steht die Aufnahme aller Kinder noch in Frage.

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