WR / WAZ vom 16. April 2007

Olpketal-Grundschule nur zweizügig

Lücklemberg. Die Olpketalschule wird nach den Sommerferien nur zweizügig fahren. In der Bezirksvertretung Hombruch hatten Sozialdemokraten und Grüne noch für eine Dreizügigkeit gestimmt. Im Rat kippte am Dienstagabend die Stimmung, nachdem Waltraut Bonekamp, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie, versichert hatte, die Klassenanzahl könne Jahr um Jahr den Anmeldezahlen angepasst werden.

Nicht nur die Politik vor Ort, auch die Schulkonferenz der Olpketalschule hatte sich vorab für eine Dreizügigkeit stark gemacht (wie berichtet). Auch Michael Meurer, Bezirksvertreter und Vorsitzender der SPD Lücklemberg, bedauert daher diesen Beschluss des Rates, der gegen die Stimmen von CDU, FDP und Bürgerliste gefällt wurde. "Ich hoffe, dass die nun beschlossene Zweizügigkeit nicht auf der Aufhebung der Schulbezirksgrenzen basiert", sagt Meurer.

Sind es zum anstehenden Schuljahr schon 71, die sich in zwei Klassen drängeln müssen, rechnet Meurer mit 90 I-Dötzen an der Olpketal-Grundschule in drei Jahren. Seiner Meinung nach ein Grund für viele Eltern, nach anderen Schulen im Stadtbezirk Ausschau zu halten.

Trostpflaster:

Toilettenanlage soll nun saniert werden

Die Verwaltung unterstrich ihren Antrag für eine Zweizügigkeit mit der räumlichen Enge an der Olpketalschule. Derzeit hat die Einrichtung 15 Klassenzimmer, davon drei in einem Container, der nicht auf Dauer zur Verfügung stehen wird. Zwei Räume müssen zudem nach den Sommerferien für die Ganztagsbetreuung abgekoppelt werden. Eine Dreizügigkeit erfordere jedoch 15 Räume, machte die Verwaltung deutlich, die zudem glaubt, dass die Anmeldezahlen ab 2009 rückläufig sein werden. Ein rund eine Million teurer Anbau, wie von der CDU-Ratsfraktion in Hombruch schon im Februar 2004 gefordert, sei damit ebenfalls vom Tisch, unterstreicht SPD-Ratsvertreter Norbert Schilff diesen Schritt.

Ein Problem wird jedoch in naher Zukunft behoben sein. Meurer kündigte an, dass seine Fraktion nun die Mittel frei geben wird, die für die Sanierung der Toilettenanlagen erforderlich sind.

SPD und Grüne halten die dafür benötigten 210 000 Euro aus dem Topf der Bezirksvertretrung seit zwei Jahren zurück, weil sie - wie auch die CDU - auf den Anbau gewartet hatten, der über der Toilettenanlage entstehen sollte. Da der Anbau nun nicht mehr zur Diskussion stehe, könnten die Mittel fürs Stille Örtchen nun endlich fließen, sagt Meurer.

15.06.2007   Von Susanne Meyer

zurück