WR / WAZ vom 10. Janaur 2007

Kirchhörde verstärkt Druck auf Post

Die SPD-Aktiven erhalten Unterstützung von den Geschäftsleuten Gerd Petrusch und Thomas Heitmeier (r.) (Linz/Pili)

Die SPD-Aktiven erhalten Unterstützung von den Geschäftsleuten Gerd Petrusch und Thomas Heitmeier (r.) (Linz/Pili)

 

Kirchhörde. "Wir sind mit unseren Aktionen noch lange nicht am Ende und werden den Druck weiter steigern". Die SPD hat bei ihrem Einsatz für eine eigenständige Postfiliale in Kirchhörde schlagkräftige Verstärkung durch die ansässigen Geschäftsleute bekommen.

"Die Gewerbebetriebe an der Hagener Straße in Kirchhörde und alle anderen Geschäftsleute fordern, dass die Post in Kirchhörde so wie sie zur Zeit ist bestehen bleibt", heißt es in einem offenen Brief an die Post. Hier sei im Gegenteil soviel Bedarf, dass noch ein dritter Schalter aus sozialen Gründen geöffnet werden müsse. Die betreffe vor allem "unsere älteren Bürger (gehbehindert, ohne Auto usw.), die ihre Bankgeschäfte (Rente) erledigen wollen", heißt es weiter. Die Initiatoren dieser Aktion, Friseur Gerd Petrusch und Thomas Heitmeier von Reisebüro Zwiehoff, hoffen nun, dass sich weitere Kaufleute anschließen.

In einem sind sich Petrusch und Heitmeier mit der SPD ohnehin einig: "Es wird sich in Kirchhörde kein Betrieb finden, der die Aufgaben einer Post übernehmen wird". "Knebelverträge mit der Post sind nicht ausgeschlossen, Überfälle sind nicht auszuschließen, Investitionen werden nicht von der Post übernommen," nennen sie nur einige ihrer Argumente.

Dagegen seien 80 bis 100 gewerbliche Betriebe vor Ort "auf die Versendung und Erledigung von Paketen, Briefen, Bankgeschäften angewiesen". Durch den Abzug der Postfiliale sinke die Attraktivität des Bereichs für die Neuansiedlung von Betrieben, argumentieren Petrusch und Heitmeier.

Die SPD Kirchhörde/Löttringhausen, Lücklemberg, Brünninghausen und Bittermark erinnert an den Versorgungsauftrag der Post. Für einen Radius von 2000 Metern müsse sie gesetzlich verbrieft eine Filiale oder Agentur sicherstellen. Die jetzigen Räume an der Hagener Straße seien zum 30. Juni gekündigt worden - finde sich keine Agentur, sei die ortsnahe Versorgung sogar einklagbar.

09.01.2007   Von Katrin Kroemer

Offener Brief

ZUR SACHE

·  Den offenen Brief für den Erhalt der Postfiliale haben bisher 25 Geschäftsleute unterzeichnet
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  Sie vertreten die Betriebe an der Hagener Straße Nr. 258 bis 221
·
  Sie setzen auf weitere Unterstützung

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