WR / WAZ vom 17. Januar 2007
"Elektrosmog und Bergschäden für 330 Euro /qm"

 

Lücklemberg. Die Bebauung des drei Hektar großen Bergfeldes (Hom 242) bereitet der Lücklemberger SPD Kopfschmerzen.
Im Jahr 2001 beschlossen die Sozialdemokraten, dem Bauvorhaben zuzustimmen. Geknüpft war dies an eine großzügige Bauweise mit freistehenden Einfamilienhäusern und entsprechend großen Freiflächen zwischen den Bebauungen. Nun fordern die Lücklemberger Sozialdemokraten von der Stadtverwaltung detaillierte Auskünfte zur weiteren Vorgehensweise am Bergfeld. Die SPD fragt:

  • Bestehen Gefährdungen hinsichtlich der Teilversiegelung der Brachflächen am Bergfeld und der daraus resultierenden erschwerten Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers?

  • Sind gesundheitliche Bedenken durch die vorhandenen Hochspannungsleitungen durch Elektrosmog bekannt? Die RWE empfiehlt Abstandsflächen von 20 Metern zwischen Bebauung und Hochspannungsleitungen. Das Umweltinstitut in München spreche von 120 bis 180 Meter Abstandsflächen.

  • Wie verändert sich durch die Bergfeld-Bebauung die verkehrliche Belastung in den anliegenden Straßen? Ist es möglich, die Straße Am Kramberg auszubauen und an die Zillestraße anzubinden, um den Verkehr gleichmäßiger zu verteilen?

  • Seit 2003 werden Untersuchungen zum oberflächennahen Bergbau im Bereich des Bergfeldes durchgeführt. Sind diese Untersuchungen abgeschlossen, welche Schäden sind bekannt und inwieweit beeinflussen Bergschäden die Bebauung?

  • Ist die Vermarktung des Bergfeldes mit Grundstücks-flächen von 500 Quadratmetern und Preisen von 330 Euro / qm sichergestellt?

    Auf keinen Fall, so Michael C. Meurer, dürfe am Bergfeld eine verdichtete Bebauung wie am Lemberger Feld umgesetzt werden. Vom Planungsamt in Erwägung gezogene Doppelhäuser lehnt die lokale SPD ab. Sie fordert eine Halbierung der geplanten 60 Wohneinheiten zugunsten eines höheren Anteils an Freiflächen. Geklärt werden sollen diese Fragen in einer öffentlichen Veranstaltung.

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