Südwest-Zeitung vom Januar 2011

SPD Lücklemberg informierte sich über „Hochspannung“

 Lücklemberg. Hintergrundinformationen zum Thema Hochspannungsleitungen und ihre Folgen erhielt die Lücklemberger SPD in einer Podiumsdiskussion mit der „Interessengemeinschaft  Vorsicht- Hochspannung Dortmund-Süd“.  Diese wurde vor einiger Zeit von Anliegern im Bereich Schneiderstraße (Kleinholthausen, Löttringhausen und Kirchhörde) gegründet und hat sich an die Öffentlichkeit gewandt. Es geht dabei in erster Linie um mögliche Gesundheitsgefährdungen durch die magnetischen Felder, die von Stromleitungen ausgehen.

 Diese Felder sind keine Strahlen, stehen aber in Verdacht, Krankheiten wie Kinderleukämie, Alzheimer und gar Krebs oder auch nur Schlafstörungen  auszulösen, wie Umweltmediziner befürchten. Negative Auswirkungen auf Bewohner in unmittelbarer Nähe der Leitungen werden nicht ausgeschlossen.

Zwei Leitungen (110 KV und 220 KV) gehen vom früheren Kraftwerk Kruckel aus. Die eine verläuft über teilweise dichte Bebauung bis Lücklemberg in Richtung Hörde, die andere knickt am Bergfeld nach Südosten ab in Richtung Schwerte. Beide und  einige andere sind in der amtlichen Dortmunder Stadtkarte zur allgemeinen Ansicht eingetragen.

Für die magnetischen Felder gibt es Werte, die in Mikrotesla gemessen werden. Grenzwerte liegen nach wissenschaftlichen Untersuchungen bei 0,2 bis 0,4. Allerdings gibt es auf der ganzen Welt keine einheitlichen Festlegungen. In der Bundesrepublik Deutschland liegen die Werte bei 100 Mikrotesla, in vielen anderen Staaten weitaus niedriger: In der Schweiz bei 1,0 und in Italien bei 0,5. Aber auch innerhalb  Deutschlands gelten in den Bundesländern große Unterschiede, wie in Bremen bei 0,3. Nach Informationen der IG sind aber auch die Trassenabstände zwischen Wohnbebauung und Leitungen nicht einheitlich. Niedersachsen sei vorbildlich: Bei Siedlungen  gelten 400 Meter Abstand. Ansonsten müssen die Kabel in die Erde verlegt werden. Genau das  fordert die IG, auch für Dortmund. Man wolle aber in der Öffentlichkeit keine Panikmache betreiben, hieß es.

Für Michael C. Meurer, SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Hombrucher Bezirksvertreter, war der Infoabend ein voller Erfolg. Man werde künftig auch andere IG und Bürgerinitiativen zur Meinungsbildung einladen.

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