Jahresversammlung der Lücklemberger SPD:
SPD Ortsvereine fordern stärkere Bürgerbeteiligung
in der Kommunalpolitik

Muss die Verwaltung bei großen kommunalen Bauprojekten stärker und früher die betroffenen Bürger in die Entscheidungsfindung einbeziehen oder reichen die jetzigen Regelungen der Bürgerbeteiligung aus. Über diese Thematik wurde auf der Jahresversammlung des SPD Ortsverein Lücklemberg intensiv diskutiert. Gerade aus den Erfahrungen mit dem Baugebiet Düwelsiepen in Do-Löttringhausen müssen neue Formen der Bürgerbeteiligung gefunden werden, fordert der SPD Ortsverein Lücklemberg. Auf dem ehemaligen Industriegelände waren bis in die 60er Jahre eine Lack- und Farbfabrik sowie ein Betrieb für Industriefette ansässig. 25 neue Wohneinheiten sollen jetzt hier entstehen, die auf den entschiedenen Widerstand bei den Anwohnern stoßen und die auch bei manchen Kommunalpolitikern Bauchschmerzen verursachen. Überwiegend waren die Lücklemberger Sozialdemokraten der Überzeugung, dass die Verwaltung eine Bringschuld bei großen Bauprojekten habe. Nicht der Bürger trägt die Verantwortung sich ständig über anstehende Projekte bei den Bezirksverwaltungsstellen oder dem Internetportal der Stadt Dortmund zu informieren. „Die Verwaltung muss die Bürger frühzeitig ins Boot holen und direkt über anstehende Projekte informieren“, betont der SPD Vorsitzende Lücklembergs Michael C. Meurer, Dies sei aber auch Aufgabe der Politik. Die SPD  im Kommunalwahlbezirk 30 (Bittermark, Kirchhörde, Lücklemberg) will hier neue Wege beschreiten. „Dialogveranstaltungen werden zukünftig den Bürgern die Möglichkeit der frühzeitigen Information bieten und vor allem auch den Sachverstand der Betroffenen aufgreifen und an die Verwaltung weitergeben.“, so Volker Schultebraucks, SPD Vorsitzender in Kirchhörde-Löttringhausen. „Dadurch werde auch der Politikverdrossenheit Einhalt geboten, und die Bürger hätten einen verlässlichen Partner für ihre Anregungen und Beschwerden“, betont auch die SPD Vorsitzende aus der Bittermark, Ingrid Krämer-Knorr. Dies werde zwar auch in der eigenen Partei auf Skepsis stoßen sei aber der einzig gangbare Weg, um die Kommunalpolitik zukünftig stärker bürgerorientiert auszurichten. Davon sind die  Sozialdemokraten in der Bittermark, Kirchhörde und Lücklemberg überzeugt. 

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