INStadtmagazin November 2012

Anwohner bemängeln Verkehrssituation auf der Hellerstraße

(v. l.) M. Meurer, V. Schultebraucks (SPD BV) und Anlieger Prof. Witte mit Gattin beklagen die Situation auf der Hellerstraße(v. l.)

M. Meurer, V. Schultebraucks (SPD BV) und Anlieger Prof. Witte mit Gattin beklagen die Situation auf der Hellerstraße

SPD stellt Maßnahmenkatalog vor:  Der Verkehr in der einstigen „Dorfstraße" Hellerstraße hat in den letzten Jahren aufgrund einer zunehmenden Bebauung stark zugenommen. Der bauliche Zustand
der Straße ist dieser Entwicklung jedoch nicht angepasst worden. Dies führt zu Gefährdungen, Behinderungen und Belästigungen. Mehrere Anwohner haben dies der Stadtverwaltung Dortmund bereits angezeigt und ordnungsrechtliche Maßnahmen zur Gewährleistung höherer Sicherheit verlangt, was bislang jedoch noch nicht umgesetzt wurde. Michael Meurer, (SPD-OV Lücklemberg) und Volker Schultebraucks (SPD-OV Löttringhausen), beide Bezirksvertreter für Hombruch, haben sich vor Ort informiert und einen Maßnahmenkatalog erstellt.

Ist-Zustand

Die Hellerstraße ist verkehrsberuhigter (30 km/h-Zone) Bereich. Sie sammelt den Verkehr eines größeren Wohngebietes mit unterschiedlicher Bebauung: Einfamilienhäuser, verdichtete Neubaugebiete und an der Hellerstraße selbst mehrgeschossige Wohnbauten. Aus diesem Gebiet sind Einrichtungen der lnfrastruktur und übergeordnete Verkehrswege nur über die Hellerstraße zu erreichen. Dies gilt insbesondere für Fußgänger. Die Hellerstraße ist Schulweg, Verbindung zu den Haltestellen des Nahverkehrs und den wenigen noch fußläufig zu erreichenden Versorgungseinrichtungen.

Die Verkehrsregelung und der Ausbaustandard werden dieser Beanspruchung nicht gerecht.  Verkehrsberuhigende Einbauten fehlen ganz. Markierungen sind unzureichend. Der Zustand von Fahrbahndecke und Gehwegbelägen ist sehr schlecht. Ältere Anwohner erinnern sich, dass in den 60er Jahren ihre ,,Dorfstraße" den damaligen Verkehrstheorien folgend begradigt und verbreitert wurde. Dies wird heute gerne von "Rasern" wahrgenommen, zumal Geschwindigkeitskontrollen nur sehr selten erfolgen. Der Versuch von Anwohnern, das Ordnungsamt zu erkehrsregelnden Maßnahmen zu bewegen, wurde bislang abgewiesen. Da sonst übliche Markierungen, wie Sicht- und Haltelinien vor Straßeneinmündungen oder Eingrenzung von Parkräumen fehlen, wird es ortsfremden Fahrern nicht einmal bewusst, dass sie sich in einer 30 km/h-Zone mit entsprechender Vorfahrtsregelung befinden. Anwohner berichten ständig von gefährlichen Situationen.

Wesentlichen Einfluss auf Gefährdungen hat die teilweise chaotische Parksituation in der Hellerstraße. Um durch rücksichtslose Fahrer nicht gefährdet zu werden, wird ordnungswidrig auf den Gehwegen geparkt. Dies ist unnötig, da die Breite der Fahrbahn ein Parken auf der Fahrbahn durchaus zulassen würde. Durch das Parken auf den Gehwegen wird der Charakter einer Landstraße auch gefördert. Für Fußgänger führt das Parken auf den Gehwegen oftmals zu Behinderungen, sodass diese die Fahrbahn benutzen müssen. Außerdem wird hierdurch der Winterdienst auf den Gehwegen oftmals behindert. Die überhöhten Geschwindigkeiten führen zu Lärmbelästigungen, von denen insbesondere Bewohner der Geschossbauten direkt an der Hellerstraße betroffen sind.

Die Bürger und Bezirksvertreter fordern deshalb:

Die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung sollte überwacht werden. Stellenweise Engpässe könnten durch Parkflächenmarkierungen entschärft werden. Einmündungsbereiche der Nebenstraßen sollten durch Sicht- und Haltelinien markiert werden. Ein weiterreichendes Planungskonzept sollte stadtgestalterische Konzepte beinhalten, wie die Erneuerung der Fahrbahndecke und effektivere verkehrsberuhigende Einbauten.