Stadtmagazin Wir in Hombruch Nr. 1 - 2009

Bürger-Widerstand gegen

REWE Supermarkt in Lücklemberg

 Gegen einen geplanten REWESupermarkt macht eine Bürgerinitiative mobil. Für den 16. Februar hatte die Bezirksvertetung Hombruch zu einer Bürgerversammlung in das Augustinum eingeladen, um im Vorfeld eines Planungsverfahrens die Argumente der betroffenen Bürger zu hören. Ca. 200 Menschen waren der Einladung gefolgt, ein Zeichen für die Gewichtung dieses Vorhabens. Schon Ende Januar konnte sich die Initiative um Thomas Horster-Möller bei einer Bürgersprechstunde mit Ingrid Krämer-Knorr und Michael Meurer (beide SPD) im Lebensmittel-Cafe Feldkamp/ Eisenhuth an der Kirchhörder Straße vorstellen und erste Unterschriften gegen den Supermarkt sammeln. Auch in der Bürgerfragestunde der Bezirksvetretung konnten die Lücklemberger ihre Position darlegen, was die Versammlung im Augustinum nach sich zog. Vertreter des Stadtplanungs-

und Bauordnungsamtes versuchten mit denen der Firma Schoof als Investor und des Rewe- Vorstandes den Zuhörern das Projekt nahezubringen. Dabei geht es um eine Fläche von ca. 10.000 qm, von denen 6.000 für das Bauvorhaben des Vollsortimenters mit Bäckerei und Getränkemarkt und 50 Parkplätzen geplant sind. Neben der sich abzeichnenden Verkehrsproblematik befürchten die Lücklemberger auch mögliche weitere größere Vorhaben auf der Restfläche von 4.000 qm. Diese Veranstaltung zeichnete sich, gemessen an anderen ähnlich gelagerten, dadurch aus, dass mit großer Sachlichkeit diskutiert wurde, trotz des erheblichen Widerstandes der Bürger, die eine Notwendigkeit eines  Supermarktes an dieser Stelle nicht nachvollziehen können.

Viele offene Fragen um das neue Einkaufszentrum in Lücklemberg.

Die SPD-Mandatstäger in Hombruch, Ingrid Krämer-Knorr und Michael C. Meurer, sehen die geplante Errichtung eines Einkaufszentrums (EKZ) mit insgesamt 1200qm in Lücklemberg sehr kritisch. Neben der Lärmbelästigung der Anwohner und der ungeklärten Verkehrserschließung macht den beiden vor allem das Überangebot an Geschäften zu schaffen. Um diese und andere Fragen zu klären, fand Mitte Februar im Augustinum

ein Diskussionsabend statt. Die „Schutzgemeinschaft Lücklemberg“ hatte zuvor bereits 600 Unterschriften gesammelt und stellte klar, dass das Einkaufszentrum unerwünscht wäre. Ebenso hatten zuvor Rats-Mitglied Annette Littmann (FDP) und die Bürgerliste das geplante EKZ abgelehnt und werden im Rat versuchen, die Bauleitplanung zurück- zunehmen. Von Seiten der Anwohner kamen ebenso zahlreiche wie verständliche Einwände. Eine Mutter klagte über die jetzt schon gefährliche Verkehrssituation. Andere Bürger befürchten, dass ihre Häuser an Wert verlieren werden. Wieder andere glauben, dass ihre Häuser „absaufen“ werden, falls wie geplant 6000qm Fläche versiegelt würden. Dabei handelte es sich um Geschädigte des Hochwassers vom Juli 2008. Nun hat aber erstmal die Politik wieder das Wort. Am 10. März wird sich die BV Hombruch mit dem Thema beschäftigen und entscheiden müssen, ob der Bebauungsplan Hom 295 aufgestellt wird. Allerdings haben Lärmgutachten und Untersuchungen zur Verkehrsverträglichkeit ergeben, dass das neue Einkaufszentrum machbar ist. Ende offen...

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