Stadtmagazin Wir in Hombruch Nr. 1 - 2009

Hagener Straße in Kirchhörde - SPD und IG Kirchhörde fordern Ausweitung auf 900m 

Die Hagener Straße gehört zu den Hauptzufahrtstraßen in Richtung Innenstadt und stellt neben der B54 die wichtigste Verbindung aus Richtung Süden dar. Kein Wunder also, dass es heftige Kontroversen zwischen den Parteien und der Interessengemeinschaft Kirchhörde (IGK) um eine etwaige Ausweitung des Tempolimits gibt. Seit Sommer 2008 besteht auf 300 Metern eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h. Dies hatte die Bezirksvertretung einstimmig beschlossen und sich gleichzeitig darauf geeinigt, dass man die Entwicklung ein Jahr beobachten wolle und dann erneut beraten werde. Inzwischen gab es aber einen Antrag der SPD-Fraktion, die forderten, das Tempolimit auf 900 Metern bis zur Kirchhörder Post auszuweiten.

Grundlage für diesen Antrag waren die offiziellen Zahlen aus der Unfallstatistik, die den Bereich zwischen Kobbendelle und Post als Unfallschwerpunkt auswies. So kam es von 2005 bis 2008 zu 223 amtlich gemeldeten Unfällen. Die CDU in Person von Hans-Jürgen Grotjahn widerspricht dem und weist darauf hin, dass nur wenige Fälle auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen seien. Bei einem hohen Anteil handele es sich vielmehr um Rangier-Unfälle auf dem Gelände eines Supermarktes. Gescheitert war der SPD-Antrag schließlich aber an CDU und FDP, die den Autofahrern eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht zumuten wollten, erklären Rats-Mitglied Ingrid Krämer- Knorr und Bezirksvertreter Michael C. Meurer. Da sich die Hagener Straße aber zu einem Zentrum mit knapp 100 Geschäften gemausert hat und sich die Verkehrssicherheit durch die Einrichtung von Tempo 30 deutlich erhöht

habe, fordert die SPD weiterhin vehement die Verlängerung der Geschwindigkeits- begrenzung auf 900 Metern. Zudem sollten weitere Maßnahmen zur Temporeduzierung ergriffen werden, wie zum Beispiel eine Querungshilfe im Bereich der Kirchhörder Post. Die CDU hingegen will daran festhalten, dass im Sommer noch mal über die Situation gesprochen wird. Fraktionssprecher Hans-Jürgen Grotjahn regt darüber hinaus eine Neuplanung und –gestaltung des gesamten Straßenstücks zwischen Olpketalstraße und Schanze an. Grotjahn wörtlich: „Alles andere wäre Stückwerk und würde viel Geld kosten.

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