Ruhr-Nachrichten vom 8. November 2002

Anwohner fürchten Kostenbeteiligung
HOM 242: Heideblickausbau notwendig

Brünninghausen Mit dem geballten Unmut von rund 100 Anwohnern wurden Vertreter der Stadt Mittwochabend im Erna-David-Zentrum bei der Einwohnerversammlung zum HOM 242 konfrontiert. Wie bereits berichtet sehen die Pläne für das Gebiet zwischen Heideblick, Zillestraße, Am Kramberg und Galoppstraße eine lockere Bebauung mit maximal 45 freistehenden Einfamilienhäusern vor.
Die Erschließung des künftigen Wohngebietes über die Straße Heideblick bot Zündstoff. Die zusätzliche Verkehrsbelastung, die auf die Anwohner zukommt, schätzt das Planungsamt auf 270 bis 300 Fahreinheiten pro Tag. Insbesondere im Hinblick auf den zu erwartenden Baustellenverkehr gab es heftige Reaktionen von Seiten der Anwohner. Die Straße, argumentierten sie, sei für eine solche Belastung nicht ausgerichtet und vor allem im westlichen Bereich viel zu schmal. Sie schlugen eine Baustellenzufahrt über die Zillestraße vor. Stadtplaner Olaf Greve wies darauf hin, dass eine solche Zufahrt Privatgrundstücke tangiere. Auch aus ökologischer Sicht spräche nichts für eine zusätzliche Erschließung über die Zillestraße. Im Übrigen sei sich das Planungsamt darüber im klaren, dass zur Sicherung 

der Verkehrslage der Heideblick ausgebaut werden müsse. Auf die Frage, wer denn die Kosten für einen solchen Ausbau trage, verwies der Stadtplaner darauf, dass nach Kenntnis seiner Behörde die Straße noch nicht abgerechnet sei. Das bedeutet, dass die Kosten auf die Anwohner umgelegt werden. An dieser Stelle erhoben Bürger den Vorwurf, die Stadt bereichere sich auf Kosten der Anwohner. Außerdem zweifeln sie mit Hinweis auf Bauland am "Heidehof", die rechtliche Grundlage für das Planverfahren an. Auch Befürchtungen, dass Anwohner eventuell an Kosten für die Pflege der öffentlichen Grünanlagen um das Planungsgebiet beteiligt würden, konnten nicht ausgeräumt werden.
Bürger haben nun zwei Wochen Zeit, dem Planungsamt ihre Einwände schriftlich oder mündlich mitzuteilen. Voraussichtlich erst im Herbst nächsten Jahres soll der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden und erst Anfang 2004 Rechtskraft erhalten. Bezirksvorsteher Hans Semmler (CDU) schlug eine weitere Einwohnerversammlung mit Vertretern des Straßen- und Tiefbauamtes vor, um Fragen des Straßenbaus zu klären.
Chav

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