Ruhr-Nachrichten vom 20. September 2001

Lücklemberg, Bergfeld - Bebauungsplan HOM 242
50 Wohneinheiten und kein einziges Haus mehr.

Stadt will potente Steuerzahler halten

Lücklemberg. (Ten) Bergfeld: Bezirksvertretung stimmte B-Plan Aufstellung zu
50 Wohneinheiten und kein einziges Haus mehr. Unter dieser Bedingung stimmte die Bezirksvertretung mit Stimmen von SPD und CDU am Dienstag der Aufstellung des Bebauungsplanes HOM 242 - Bergfeld zu. Ein 14,5 Hektar großes "Filetstück" zwischen den Straßen Am Kramberg, Heideblick, Galoppstraße und Zillesstraße, dass der Stadt gehört und viel Geld in die Stadtkasse spülen soll. Dort würden finanzkräftige Bürger bauen wollen, die sich einen eigenen Architekten leisten können. Solche Steuerzahler gelte es in der Stadt zu halten. 
Dass diese Rechnung aufgeht, bezweifelt Michael Hartmann-Steinberg vom Bündnis 90/Die Grünen. "Hier werden nach Salamitaktik Flächen verbaut und dann fliehen die Menschen wieder aus der Stadt". Auch für Detlef Münch von der Bürgerliste ist es "kontraproduktiv" eine solche Fläche "zuzupflastern" und damit einen Wohnraum zu verdichten, der zur Zeit von den jetzigen Bewohnern eben wegen seiner lockeren Bebauung geschätzt wird.
Auch SPD-Fraktionschef Gerd Alda, der für eine Vermarktung des städtischen Grundstücks ist, plädierte dafür, vorrangig bereits in Angriff genommene Flächen weiterzuentwickeln. Den mancherorts gehen Bebauungen nur schleppend voran; auch in sogenannten bevorzugten Lagen. Ein Beispiel hierfür ist die Bebauung des Heidehofsgelände an der Kirchhörder Straße. "Aufgrund des geplanten hochpreisigen Angebotes wird mit langen Entwicklungs- und Vermarktungszeiten gerechnet" heißt es in einem Schreiben der Verwaltung. " Die Nachfrage an Grundstücken mit Bauträger- oder Architektenbindung ist deutlich zurückgegangen" bestätigte Olaf Greve. Deshalb müsse eine Fläche wie das Bergfeld, von der es sehr wenige in Dortmund gebe, auch besonders behandelt werden. Ein aktueller Entwurf für eine Bebauung, so Greve, liege allerdings noch nicht vor.
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