Ruhr Nachrichten vom 14. September 2013

Hagener Straße: SPD-Politiker fordern
Entschärfung der Verkehrssituation in KIRCHHÖRDE


Von Thilo Kortmann
Haltende Busse, ausparkende Autos und jede Menge Fußgänger: Die Verkehrssituation an der Hagener Straße birgt Gefahrenpotential und ist den SPD-Politikern in Hombruch ein Dorn im Auge. Mit zwei Vorschlägen zur Entschärfung der Lage wollen sie jetzt einen Antrag einreichen - ein erster war bereits abgelehnt worden.


 
Ingrid Krämer-Knorr, Volker Schultebraucks und Michael C. Meurer (v.l.) zeigen die gefährliche Verkehrssituation an der Hagener Straße. (Foto: Thilo Kortmann)

 

Dahinter stauen sich Fahrzeuge auf der Hagener Straße. Ein Auto schert aus, fährt auf der Gegenfahrspur am Bus und auch der Verkehrsinsel vorbei. Ein waghalsiges Unterfangen.
„Kein seltener Vorgang. Das passiert häufig, dann knallt es auch oft“, weiß Michael C. Meurer von der SPD Lücklemberg. Rund 12.000 Autos fahren, so Meurer, täglich über die Hagener Straße. „Die Hagener Straße ist, nach der Stockumer Straße, die meist befahrene in ganz Hombruch“, sagt er. So eine Gefahrensituation am Fußgängerübergang sei deshalb nicht mehr tragbar. „Viele Kinder sind hier unterwegs und laufen über die Straße zum Eiscafé.“ Die Verkehrsprobleme tauchten immer dann auf, wenn der Bus alle zehn Minuten an der Haltestelle hält.

Angeblich 16 Unfälle
Michael C. Meurer gehört mit Ingrid Krämer-Knorr und Volker Schultebraucks zu den Vertretern der SPD im Stadtbezirk Hombruch, denen die heikle Situation an der Verkehrsinsel ganz besonders ein Dorn im Auge ist. Laut Angaben eines Anwohners habe es an besagter Stelle seit April schon 16 Mal gekracht.
Das Problem seien aber nicht nur die in die Gegenfahrbahn fahrenden Autos, sondern die von der Apotheke auf Höhe der Insel ausparkenden Fahrzeuge. „Die setzen zurück und rechnen nicht damit, dass plötzlich aus der Gegenrichtung ein Auto anrauscht“, sagt Krämer-Knorr. Ein weiteres Problem sei die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die mit mindestens 50 Stundenkilometern an der Verkehrsinsel vorbeipreschten.
Für die drei Politiker gibt es zwei Vorschläge zur Entschärfung der Gefahrenlage. „Wir befürworten ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern und eine Mischung aus einer durchgezogenen und gestrichelten Fahrbahnlinie auf Höhe der Apotheke“, erklärt Volker Schultebraucks.

Erneuter Antrag
Die drei SPD-Vertreter hatten schon mal einen Antrag zur Entschärfung der Gefahrenlage in einer Sitzung der BV eingereicht. Dieser wurde abgelehnt. Doch sie wollen nicht locker lassen. „Wir werden erneut einen Antrag zur Entschärfung der Lage einreichen“, sagt Meurer.

Die Politiker
Michael C. Meurer ist der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Lücklemberg, Ingrid Krämer-Knorr die Vorsitzende des Ortsvereins Bittermark und Volker Schultebraucks der Vorsitzende des Ortsvereins Kirchhörde/Löttringhausen.
Gemeinsam setzen sie sich für eine Verbesserung der Verkehrssituation in Kirchhörde ein.