Ruhr Nachrichten vom 6. August 2012

Olpketal-Grundschule: Schulhof wird

bei Starkregen zur Wildwasserbahn

LÜCKLEMBERG Sechs verstopfte Kanaldeckel und eine Gefälle von zweieinhalb Metern: Bei Regen wird der Schulhof der Olpketal-Grundschule zur regelrechten Wildwasserbahn. Bereits vor einem Jahr hatte der SPD-Ortsverein deshalb einen entsprechenden Antrag in der Bezirksvertretung gestellt. Passiert ist aber noch nicht viel. Von Nicola Schubert

 Ingrid

Krämer-Knorr, Karl-Heinz Wozigny und Michael Meurer (v.l.) von der SPD wünschen sich andere Abflussmöglichkeiten. (Foto: Nicola Schubert)

Am höchsten Punkt des Schulhofs der Olpketal-Grundschule sprießt Gras aus einem Kanaldeckel. Hier fließt kein Wasser mehr ab. Erst recht nicht bei Starkregen. „Dann rauscht das ganze Wasser den kompletten Schulhof runter“, weiß Michael Meurer (SPD).
Der Schulhof mit einem Gefälle von zweieinhalb Metern wird bei Regen zur regelrechten Wildwasserbahn. „Dann schießt das Wasser aus dem Wald am Beermannweg einmal quer über den Schulhof bis zum AWO-Gelände oder Richtung Olpketalstraße“, so Meurer.

Antrag an der Bezirksvertretung
Bereits vor einem Jahr hatte sich das Mitglied des Ortsvereins mit einem Vertreter des Schulverwaltungsamtes getroffen. Im April hatte die Fraktion dann einen Antrag in der Bezirksvertretung gestellt. Bisher seien lediglich ein Kanaldeckel gereinigt und die Randsteine zum AWO-Gelände hin erhöht worden. Das reicht den SPD-Mitgliedern nicht. „Ich kenne mich zwar nicht gut aus, aber am besten wären wohl Drainagen, die das Wasser ableiten. Auf jeden Fall müssen andere und mehr Abflussmöglichkeiten geschaffen werden. Die, die es jetzt gibt, reichen nicht aus.“ Von den sechs Kanaldeckeln, die auf dem Gelände sind, sind die meisten verstopft. Das Wasser nimmt daher auf seinem Weg alles mit, was es zu fassen bekommt: den Belag des Bolzplatzes, Holzschnitzel, die zum Fallschutz unter den Klettergeräten liegen und Erde.

Hausmeister kommt mit dem Fegen nicht nach
Das alles verteilt sich auf dem gesamten Schulhof und dem AWO-Gelände. „Der Hausmeister kommt mit dem Fegen gar nicht nach.“ Der Fallschutz müsse nach jedem Regen erneuert werden.
Zudem stellten Sand, Erde und anderes „Schwemmgut“ eine erhebliche Rutschgefahr dar. Vor allem Besucher der AWO seien davon betroffen. „Wenn da jemand mit Rollator mal stürzen sollte, wäre das schlecht“, warnt Meurer.

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