Ruhr Nachrichten vom 9. Dezember 2010

Am Bergfeld: Startschuss für Baugebiet

LÜCKLEMBERG Grünes Licht für Wohnen am Bergfeld: Nach jahrelangem Streit, etlichen Änderungen und einer langwierigen Planungsphase haben die Bezirksvertreter mit Ausnahme der Stimmen der Grünen dem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan "Hom 242" zugestimmt.

Über die Jahre sind die Pläne für das Baugebiet deutlich entschärft worden. Vor rund 20 Jahren war noch von Hochhäusern die Rede gewesen, die zwischen den Straßen Am Kramberg, Heideblick, Galoppstraße und der Zillestraße gebaut werden sollten.
60 Einfamilienhäuser
Dann sollten dort 60 Einfamilienhäuser entstehen, deren Zahl mittlerweile auf 49 Wohneinheiten reduziert wurde. Zumindest schafft der Bebauungsplan die Voraussetzung, diese – maximal zweigeschossigen – Wohnhäuser dort zu errichten.
Von Hochhäusern ist also keine Rede mehr, und doch blieben in der Sitzung der Bezirksvertreter in der Debatte um den Bebauungsplan Bedenken: Bündnis 90/Die Grünen lehnte das Vorhaben nach wie vor ab. "Wir wollen die Zahl der versiegelten Flächen in Dortmund grundsätzlich reduzieren", sagte Sprecherin Barbara Brunsing.

Wasser fließt ab
So würden künftig in dem hochgelegenen Baugebiet Flächen bebaut, die sonst bei Starkregen viel Wasser aufgenommen hätten. Das Wasser werde vermutlich künftig in die Keller der Anlieger unterhalb des Bergfelds fließen.
Bedenken, die der Sprecher der SPD-Fraktion, Michael C. Meurer, nicht teilte. Im Gegenteil: "Ich habe selten einen Bebauungsplan gesehen, der so viele Bedenken aufgenommen hat", warb er für die Zustimmung zum Satzungsbeschluss. Das Gebiet werde nicht bloß betoniert, stattdessen würden mögliche Wassermassen aufgefangen.
Der anvisierte Bau von Passivhäusern, eines Spielplatzes sowie der Ausbau der Galoppstraße, der bislang als sehr unsicher gelte, steigere die Qualität in Lücklemberg, so Meurer. "Das Baugebiet ist notwendig. Der Bedarf ist da." CDU-Sprecher Hans-Jürgen Grotjahn übte in der "Hom 242"-Frage am Dienstag den Schulterschluss mit der SPD: "Wir können nur unterstützen, was Herr Meurer gesagt hat." Die Zahl der Wohneinheiten sei erheblich reduziert worden.

Mögliche Straßennamen
Um dem Rat, der letztendlich über den Bebauungsplan entscheiden wird, noch eine Anregung mit auf den Weg zu geben, setzten die Bezirksvertreter mögliche Straßennamen auf die Wunschliste: Die neuen Straßen könnten nach dem Radrennfahrer Emil Kiewski und nach dem Boxer Heinz Neuhaus benannt werden.

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