Ruhr Nachrichten vom 3. Dezember 2010

Bericht der Stadt über Öko-Belastung des geplanten Wohngebiets

LÜCKLEMBERG Alles Grün im Bergfeld – sagt ein Umweltbericht der Stadt nun ganz offiziell. Die letzte formale Hürde ist genommen, die Bebauungsplan kann nun beschlossen und in die Tat umgesetzt werden. Von Felix Guth

Mitte November beschloss der Stadtrat diesen Schritt, über den in Lücklemberg seit gut Jahren diskutiert wird.Zwischen den Straßen Heideblick, Galoppstraße und Am Kramberg sollen 49 frei stehende Einfamilienhäuser und ein Spielplatz entstehen. Vor allem Naturschützer hatten bis zuletzt Bedenken gegen die von der Bezirksvertretung bereits beschlossene Bebauung geäußert. Diesen stellt die Stadt nun in ihrer abschließenden Begründung des Antrags einen "Umweltbericht" entgegen.

Zahlreiche Öko-Daten
Der Ingenieurbüro "U-Plan" fasst in dem nun vorliegenden Endbericht etliche Öko-Daten zusammen. "Schutzgüter" und Risiken sind da genannt: Entwässerung, Fluglärm, Ozon, Benzol und Feinstaub, dazu Fakten zu Elektromagnetismus, Solarenergie, Landwirtschaft. Insgesamt gut 100 Seiten zum Bergfeld, diesem "dem Ardey vorgelagerten Höhenrücken" mit Emscher-Anbindung. Hier herrscht Artenvielfalt, sagt der Bericht, die Geburtsthelferkröte trifft auf die Haselmaus. Insgesamt neun streng geschützte Arten leben in Lücklemberg.

Regenrückhaltebecken
Die Sorgen um ihr Überleben entschärft der Bericht ("keine artenschutzrelevanten Auswirkungen"). Anders steht es um die Entwässerung. Ein Regenrückhaltebecken wird gebaut, "um aus Sicht des Gewässers Schondelle schädliche Situation nicht weiter zu verschärfen".  
Das Regenwasser kann dort nicht ausreichend versickern – Hochwassergefahr und Umweltbelastung für den Emscherbach. Der Bericht bilanziert abschließend: "Die Schutzgüter werden trotz des schrumpfenden Freiraums nicht gefährdet". 

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