Ruhr Nachrichten vom 30. Januar 2009

REWE verteidigt Supermarkt: "Haben uns nicht leicht getan" Von Nadja Schöler

LÜCKLEMBERG In der Diskussion um den geplanten Rewe-Markt an der Kirchhörder Straße in Lücklemberg meldet sich jetzt Rewe-Dortmund zu Wort.

REWE - Heinz-Bert Zander

Heinz-Bert Zander verteidigt den Supermarkt.

Foto: dpa

Und Vorstandssprecher Heinz-Bert Zander (Foto) reagiert auf den Protest der Anwohner mit einer klaren Ansage: „Wenn es einen konkreten Vorschlag für eine Alternative gibt, dann nehmen wir ihn an. Wenn nicht, dann wird gebaut – vorausgesetzt die Politik genehmigt.“ „Wir können es nicht jedem Recht machen“, erklärte er gestern.

Suche nach Alternative
Nachdem der kleine Rewe Peters geschlossen wurde, habe sich das Unternehmen aufgrund der Bürgerklagen entschieden, sich an der Suche nach einer nahe gelegnen Alternative zu beteiligen. „Wir haben uns mit der Entscheidung nicht leicht getan, denn ein Idealstandort hat heute eine Verkaufsfläche von mindestens 1400 Quadratmetern“, so Zander. Der geplante Vollsortimenter habe lediglich 1000 Quadratmeter Fläche.

Das Ziel war Wohnortnähe
Natürlich bringe ein Supermarkt Verkehrsaufkommen mit sich. „Ein wohnortnaher Markt hat aber den Vorteil, dass die Kunden, die bisher einen weiteren Weg zur Einkaufsstätte haben, jetzt weniger Kilometer fahren müssen.“ Wohnortnähe, so dass ein Teil der Kunden zu Fuß kommen könne – das sei politisches Ziel des Unternehmens gewesen. Zander: „Haben wir dies vielleicht falsch gesehen?“
Zander fragt sich, wie repräsentativ die Anzahl der Projekt-Gegner für alle Anwohner ist. Meistens sei es so, dass diejenigen, die Widerspruch erzeugen, sich lauter zu Wort melden als die, die diese Sache positiv sähen. Wenn der Bau nicht genehmigt wird, so ist sich Zander sicher, würden genauso viele Bürger klagen.
Ein schwerer Zusammenstoß zweier Autos, der sich gestern genau im Kreuzungsbereich nah der geplanten Rewe-Einfahrt ereignet hat, dürfte jetzt zusätzlich Wasser auf die Mühlen der Kritiker geben. 

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