Ruhr Nachrichten vom 19. Februar 2009

Rewe hält an Supermarkt-Standort

in Lücklemberg fest

Von Peter Bandermann und Nadja Schöler

LÜCKLEMBERG Nach der Bürgerversammlung am vergangenen Montag halten Rewe-Befürworter und Gegner an ihrer Meinung fest.

s-Rewe Kirchhörder Str Foto.jpg

Nach diesem Vorbild in Hamm könnte der neue Rewe-Markt in Lücklemberg gestaltet werden.

Foto: Schoofs GmbH

Obwohl der Druck der Supermarkt-Gegner auf der Bürgerinformation am Montag groß war, hält Rewe-Vorstandssprecher Heinz-Bert Zander an den Plänen fest: „Wir sind fest davon überzeugt, dass eine absolute Mehrheit bei uns einkaufen wird, wenn der Supermarkt steht“, sagte der Manager gestern.

Den Kritikern hält Zander vor, dass sie ihre Argumente „stark überzeichnet“ dargestellt hätten. Die Nachfrage nach einem Supermarkt nicht nur für Lücklemberg, sondern auch an dem umstrittenen Standort an der Kirchhörder Straße sei dennoch vorhanden. Die Befürworter würden sich auf öffentlichen Diskussionsveranstaltungen nicht äußern. „Sie rufen aber bei uns an“, so Zander.
 
Nahversorgung muss gewährleistet werden

Für die CDU-Fraktion hat auch die Bürgerversammlung am Montag nicht viel geändert: „Es ist und bleibt entscheidend, dass die Nahversorgung gewährleistet wird“, sagt der Stadtbezirks-Vorsitzende der CDU, Hans-Jürgen Grotjahn. Die Argumente der Verwaltung für den Bau des Rewe halte er für stichhaltig.

Kritik kam nur von den Anwohnern

Bei der Bürgerversammlung hätten seiner Ansicht nach nur die unmittelbar betroffenen Anlieger Kritik geäußert. „Ich verstehe die Anwohner. Besonders ihr Argument, dass die Verkehrszahlen aus 2002 nicht mehr zutreffend sind. Ich erwarte daher ein neues Verkehrsgutachten von der Verwaltung“, äußerte sich Grotjahn.

SPD rechnet nicht mit Mehrheit

Bei der SPD sieht man sich nach der Bürgerversammlung bestätigt. Ratsmitglied Ingrid Krämer-Knorr hat stichfeste Aussagen für den Entscheidungsprozess gefordert. Mit dem derzeitigen Stand der Dinge könne sie nicht leben. SPD-Bezirksvertreter Michael Meurer rechnet nicht mit einer Mehrheit für das Bauvorhaben am 10. März. „Rewe-Chef Heinz-Bert Zander konnte selbst die finanziellen Einbußen anderer Geschäfte nicht ausschließen. Für das Verkehrsproblem hat auch niemand eine wahre Lösung gehabt“, sagte der Lücklemberger gestern.

·    Laut Rewe-Sprecher Heinz-Bert Zander hat sein Unternehmen starkes Interesse an einem Supermarkt-Bau in Eichlinghofen. Eichlinghofen ist sehr interessant für uns. Dafür benötigen wir ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück, das uns bisher aber noch niemand angeboten hat.“

zurück