Ruhr Nachrichten vom 17. Februar 2009

Bürgerinformation verhärtet
die Fronten in Lücklemberg

Von Nadja Schöler

LÜCKLEMBERG Der Streit um die Supermarkt-Pläne an der Kirchhörder Straße geht in die nächste Runde: Auf der Bürgerinformation am Montagabend im Augustinum präsentierte die Bürgerinitiative 600 Unterschriften gegen den Bau. Rewe muss also mit Gegenwind rechnen.

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Protest in der letzten Reihe: Viele Lücklemberger sprachen sich gegen den Supermarkt-Bau durch Rewe aus.

Foto: Peter Bandermann

Die lange währenden Diskussionen um den geplanten Rewe-Markt in Lücklemberg wurden am Montagabend erstmals konkret, als Gegner, Befürworter, Rewe-Vertreter und Politiker unter einem Dach zur Bürgerversammlung im Wohnstift Augustinum zusammenkamen. Und die Gemüter waren erhitzt. „Einkaufszentrum, nein Danke“, stand in großen Lettern auf ein Plakat gesprüht, das eine Anwohnerin in den überfüllten Versammlungssaal getragen hatte.

Es ging um die Punkte, die den Anwohnern schon lange unter den Nägeln brennen: das von ihnen befürchtete Verkehrsaufkommen, die Versiegelung einer ökologisch wichtigen Fläche, die Anlieferung durch LKW und die Nahversorgungslücke, wie sie laut Masterplan Einzelhandel in Lücklemberg besteht.

Aber nicht nur die Entscheidungsträger erhielten erstmals für die Bürger ein Gesicht: Boris Beilhartz, Projektentwickler bei Schoofs – der Immobilienfirma, die das Gelände an der Kirchhörder Straße bebauen möchte – präsentierte den Bürgern einen virtuellen Rewe-Markt, wie er nach seiner Fertigstellung aussehen könnte.

Ein konkreter Bauplan zeigte, dass der Markt rund 1000 Quadratmeter Fläche beanspruchen wird und mit dem „Rücken“ zur südlichen Kirchhörder Straße stehen wird. Bezirksvertreter von SPD und CDU äußerten sich unterschiedlich, die Bezirksvertretung muss jedoch am 10. März bei ihrer Sitzung einen Beschluss fassen, ob gebaut wird oder nicht.

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