Ruhr Nachrichten vom 13. Februar 2009

Rewe Lücklemberg: Bürger haben Montag das Wort

Von Nadja Schöler

LÜCKLEMBERG In der anhaltenden Diskussion um den Bau eines Rewe-Supermarktes an der Kirchhörder Straße in Lücklemberg kommen am Montag (16.2.) die Bürger zu Wort.

Am Montag gibt es eine Bürgerversammlung wegen des geplanten Supermarkts.

Foto:Archiv

Bei der Bürgerversammlung hören sich Politiker die Pro- und Contra-Argumente an und entscheiden schließlich am 10. März in der Sitzung der Bezirksvertretung, ob Lücklembeg einen Vollsortimenter bekommt oder nicht.
Keinesfalls gleicher Meinung sind sich in dieser Frage die verschiedenen Fraktionen. Die Ortsunion ist „dem Bau nicht abgeneigt, weil ganz klar eine Versorgungslücke besteht“, so Hans Semmler, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Hombruch.

Masterplan Einzelhandel
Er beruft sich auf den Masterplan Einzelhandel, der dann eine Lücke sieht, wenn es im Umkreis von 500 Metern keinen Vollsortimenter gibt. Ganz anders argumentieren Bezirksvertreter der SPD. Hier sehe man auch den ökologischen Aspekt. „Der erste Kritikpunkt ist, dass das Gelände ökologisch wichtig ist.

In Lücklemberg ist schon viel gebaut worden und es gibt nicht mehr viele freie Flächen“, argumentiert SPD-Bezirksvertreter Michael Meurer. Er wisse auch nicht, wie eine verkehrliche Anbindung an den Markt aussehen soll.

"Kein Konzept für das Verkehrsproblem"
„Ich glaube nicht, dass die Stadt ein gutes Konzept für das Verkehrsproblem haben wird“, meint er. Auch in der SPD-Fraktion allgemein werde das Thema aus ökologischer und verkehrlicher Sicht eher kritisch gesehen. Allerdings sieht man auch bei der CDU das Verkehrsproblem. „Die Ecke ist problematisch, insbesondere im Bereich der Zufahrt zu einem so großen Supermarkt“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Jans-Jürgen Grotjahn.
In der Ortsunion wisse man noch nicht, wie man am 10. März bei der Bezirksvertretung entscheide, die Meinung der Bürger sei sehr wichtig. „Wir wollen nicht mit dem Kopf durch die Wand, aber für ein klares Bild hoffen wir, dass auch viele Befürworter des Marktes zur Versammlung kommen“, so Semmler.  

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