Ruhr Nachrichten vom 7. Februar 2009

Wertvolle Fläche:
Landschaftsbeirat gegen Supermarkt

Von Nadja Schöler

LÜCKLEMBERG Die Reihen der Gegner des geplanten Rewe-Marktes an der Kirchhörder Straße in Lücklemberg verdichten sich: Der Beirat der unteren Landschaftsbehörde (Landschaftsbeirat) hat in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag das Vorhaben abgelehnt.

Aus Gründen des Biotop- und Artenschutzes sei zugunsten der Bewahrung des Freilandklimas zu entscheiden. Auch der Wohnwert der Häuser im angrenzenden Siedlungsbereich sei zu erhalten. Das erwartete Verkehrsaufkommen – immerhin seien 50 Parkplätze geplant – beschwöre unlösbare Gefährdungen und Emissionsbeeinträchtigungen herauf, heißt es in dem Beschluss.

In der Diskussion ging es außerdem um die Bedeutung der Fläche für die Frischluftversorgung. Der Bereich, in dem heute noch Bäume stehen und ab 2010 ein Vollsortimenter beheimatet sein soll, sei bisher eine Freiraumzone zwischen der Bittermark im Süden und dem Hachenyer Wald im Norden.

Auch wenn dieser Freiraum durch die Durchstraße unterbrochen sei, „weisen mehrere Umweltgutachten auf die ökologische Bedeutung der Freifläche zwischen Kirchhörder Straße und der B 54 hin. Die Klimaanalyse des Kommunalverbandes Ruhrgebiet fordert, dass die vorhandene Bebauung nicht verdichtet wird und keine weitere Versiegelung erfolgt, so besagt das Gutachten.

Der Beirat verwies in seiner Sitzung außerdem auf den Landschaftsplan Dortmund-Süd, nach dem der vorhandene Baumbestand und die landschaftliche Einbindung dieser Fläche erhalten bleiben soll. 

·     Landschaftsbeiräte vertreten unabhängig Belange der Natur und Landschaft und beraten Landschaftsbehörden in Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Vorsitzender des Beirates in Dortmund ist Thomas Quittek, getagt wird acht Mal pro Jahr.

zurück