Die Ruhr Nachrichten vom 2. April 2008
Lücklemberg: Rewe-Entscheidung vertagt

LÜCKLEMBERG Auf Antrag von Bündnis 90/ Die Grünen im Rat ist die Diskussion um den möglichen Rewe-Supermarkt in Lücklemberg von der Tagesordnung der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses genommen worden.

Es gebe weiteren Klärungsbedarf, bevor ein Beschluss über die Eröffnung des Verfahrens getroffen werden könne. Die formelle Eröffnung des Verfahrens, wonach eine Verträglichkeit des Supermarktes für das Gebiet geprüft werden sollte, schien reine Formsache. Der Tagesordnungspunkt 4.5 sollte lediglich von allen Parteien durchgewinkt werden. Schließlich handelte es sich vorerst bei dem so genannten Aufstellungsbeschluss um das Startsignal, wonach der Ausschuss den Vorhabenträger auffordert, sämtliche bau- und umweltrechtlichen Fragen im Vorfeld zu klären. „Das ist noch lange keine Entscheidung, ob der Supermarkt gebaut werden soll oder nicht“, so Winfried Sagolla, Leiter des Planungsamtes.

Rewe soll mehr Informationen geben
Vielmehr solle Rewe den Entscheidern in der Politik die nötigen Informationen geben, um in die eigentliche Diskussion einzusteigen. So gilt es Fragen der Verkehrsauslastung, des Bedarfs oder etwa der Umweltvertäglichkeit zu klären. Erst dann kann das Projekt in die so genannte „Phase Offenlegung“ gehen, also den Bürgern vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.
Nur so sind Einwände oder Anregungen seitens der Bürger offiziell möglich. Anschließend geht die Diskussion in den zuständigen Fachausschüssen, dem Haupt- und Finanzausschuss und schließlich im Rat weiter.

Thema zieht sich schon über Monate
Der stellvertretende Bezirksbürgermeister, Hans Semmler (CDU), zeigte sich enttäuscht über den erneuten Aufschub der Diskussion: „Beratungsbedarf hat es lange genug gegeben. Das Thema zieht sich schon über viele Monate. Dass dort ein Rewe gebaut werden soll, ist doch schon seit fast zwei Jahren bekannt.“

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