Ruhr Nachrichten vom 22. Juli 2009 

Was folgt auf die Edeka-Filiale?

Von Christian Stein

BRÜNNINGHAUSEN Ende des Jahres schließt die Edeka-Filiale an der "Weißen Taube" ihre Pforten. Was dann mit der Immobilie? Die Idee, hier eine Spielhalle zu installieren, schmetterte die Stadt ab.

Am 31. Dezember diesen Jahres läuft der Mietvertrag mit dem Eigentümer (Spielautomaten Lothar Schröder) aus. SPD-Mitglied Michael Meurer  (Bild) erklärte, dass der Vertrag mit Edeka-Geschäftsführerin Danuta Neubert nicht verlängert wird. „Stattdessen wollte Schröder hier eine Spielhalle und ein Bowlingcenter errichten. Aber so einen Quatsch brauchen wir nicht“, so der Bezirksvertreter. Dem Stadtplanungsamt für dieses Vorhaben lag bis gestern kein entsprechender Antrag vor.

Die Edeka-Filiale Neubert an der Hagener Straße 156-162 muss Ende des Jahres schließen.

Foto: Christian Stein

Aldi wäre ein möglicher Interessent
Laut Michael Meurer hat sich ein weiterer Interessent zu Wort gemeldet: „Aldi hat sich bereits das Gelände angeschaut und möchte vermutlich hier eine Filiale errichten.“ Dass der Discounter wohl bald an der Hagener Straße seinen Geschäften nachgeht, passt dem Sozialdemokraten überhaupt nicht. „Die Edeka-Kunden sind Stammkunden. Seit vielen Jahren kaufen sie hier ein. Sie werden sogar mit Namen begrüßt“, sagte das SPD-Mitglied. Und die Kunden sind von der Nachricht erschüttert – genauso wie Danuta Neubert.

Verlust von 25 Arbeitsplätzen
Die Geschäftsführerin vom Edeka an der Weißen Tauben, versuchte gestern ihre Enttäuschung in Worte zu fassen: „Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren. Es ist so unglaublich traurig, dass 25 Menschen bald arbeitslos sind“. Warum der Mietvertrag nicht verlängert wird, kann sich Danuta Neubert nicht erklären. Auch das Spielautomaten-Unternehmen konnte auf Anfrage keine genauen Hintergründe nennen, da Geschäftsführer Lothar Schröder nicht zu erreichen war

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